Neubauprojekt Nauentor

Am Bahnhof Basel SBB entsteht Wohnraum für 600 Menschen

sda/BZ

Von sda & BZ-Redaktion

Sa, 25. Januar 2020 um 06:57 Uhr

Basel

Die Basler Regierung hat den Bebauungsplan für das Nauentor beim Bahnhof SBB verabschiedet. Sie schlägt dem Kantonsparlament vor, die gegen das Vorhaben eingereichten 17 Einsprüche abzuweisen.

Nauentor ist der Titel für den Ersatz des heute weitgehend leer stehenden Postreitergebäudes, das die Gleise östlich des Bahnhofs SBB überspannt. Das sanierungsbedürftige Gebäude soll bis auf den Betonsockel abgerissen werden und auf Basis eines bereits 2015 ausgewählten Konzeptes des Büros Morger Partner Architekten neue Wohn-, Büro- und Dienstleistungsflächen entstehen. Damit verbunden ist das Ziel, die trennende Wirkung der Gleisanlagen zu verringern und die nördlich und südlich der Bahnschneise liegenden Stadtteile räumlich und funktional besser zu verbinden.

Die Projektpartner und Grundstückseigentümer, die SBB und die Schweizer Post, planen als städtebaulichen Akzent und in Anknüpfung an das sich südlich und östlich des SBB abzeichnende Hochhaus-Cluster – vom Meret Oppenheim Hochhaus über die BIZ-Bebauung und den Baloise Park bis zum Lonza-Hochhaus und dem Grosspeter Tower – drei weitere Hochhäuser mit Büro- und Arbeitsflächen sowie Wohnraum für rund 600 Personen.

Die eingereichten Einsprachen betrafen vorab die im Sockelbereich geplante neue Verbindung zwischen Nauenstraße und dem südlichen Stadtquartier "Gundeli". Kritisiert wurde, dass diese Magistrale Fußgängern vorbehalten sein soll. Für Radfahrer sei eine Querung des Gleisfeldes über die von beiden Seiten zugänglichen Fahrradabstellplätze möglich, hält die Regierung fest. Gegenstand der Einsprachen waren zudem die Veloabstellplätze. Vorgesehen sind 400 neue und Reserveflächen für 400 weitere Plätze. Die Bauarbeiten sollen 2023 beginnen.