Auch BASF gibt das Basler Klybeckareal auf

Michael Baas

Von Michael Baas

Mi, 03. Juli 2019

Basel

Swiss Life kauft Industrieareal.

BASEL (alb). Die BASF verkauft ihren Anteil am Kleinbasler Klybeckareal. Das teilte der Chemiekonzern am Dienstag mit. Käufer ist der Finanz- und Versicherungskonzern Swiss Life. Dieser werde die angestoßene Entwicklung eines neuen Stadtteils fortführen, heißt es in der Mitteilung weiter. Über Details und den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Das Klybeckareal ist mit früher gewerblich genutzten Flächen von 285 000 Quadratmetern das größte Basler Transformationsgebiet. Gut zwei Fünftel dieser Fläche gehörten bisher der BASF, rund 160 000 Quadratmeter Novartis. Diese wurden bereits im Mai an die Basler Firma Central Real Estate verkauft. Die BASF war im Zuge der Übernahme der Ciba Spezialitätenchemie 2008 zu ihrem Areal gekommen. Mit dem aktuellen Verkauf kommt die 2016 mit dem Kanton Basel-Stadt unter dem Begriff "Klybeckplus" forcierte Transformation des Areals nun ganz in die Regie von Immobilienentwicklern. Wie Novartis begründet auch die BASF den Schritt damit, dass ein Eigentümer, dessen Kernkompetenzen im Bereich der Areal- und Stadtentwicklung liegen, dafür geeigneter sei.

Swiss Life besitzt eines des größten privaten Immobilienportfolios der Schweiz, will seinen Arealteil mit dem Entwicklungspartner Bricks weiterentwickeln und übernimmt alle Verpflichtungen der BASF auch hinsichtlich der Zwischennutzung. Aber auch die BASF wird noch im Areal angesiedelte Verwaltungsfunktionen einstweilen da belassen und hat das entsprechende Gebäude zurückgemietet. Mittelfristig sollen indes neue Büros im Großraum Basel angemietet werden.