Start in eine neue Ära

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 31. August 2019

Basel

Der Neubau des Universitären Zentrum für Zahnmedizin in Basel bleibt unter dem Kostenrahmen.

BASEL (BZ). Es ist ein Meilenstein und Start in eine neue Ära: Nach knapp dreijähriger Bauzeit haben das universitäre Zentrum für Zahnmedizin Basel UZB und die Universität Basel am Freitag den Neubau an der Mattenstraße im Rosentalareal zwischen dem Badischen Bahnhof und dem Messeareal offiziell eingeweiht. Mit Bezug des Gebäudes wird das universitäre Zentrum für Zahnmedizin knapp vier Jahre nach der Gründung auch räumlich zusammengeführt und biete das Spektrum zahnmedizinischer Leistungen unter einem Dach an, heißt es in einer Mitteilung.

Das UZB hat das Gebäude in enger Zusammenarbeit mit der Universität Basel erstellt. Das UZB nutzt 73 Prozent der Fläche (5200 Quadratmeter), die Uni 27 Prozent (1900 Quadratmeter). Entworfen und geplant haben den Bau BUR Architekten aus Zürich. Sie hatten im Sommer 2014 den Zuschlag in einem Architektur-Wettbewerb erhalten. Besonders erfreut zeigten sich die Verantwortlichen bei der Einweihung darüber, dass die kalkulierten Kosten von rund 95 Millionen Franken deutlich unterschritten wurden und mit einem Betrag zwischen 87 und 88 Millionen Franken gerechnet wird. "Es ist alles andere als selbstverständlich, dass wir die Termin-, Qualitäts- und Kostenziele nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen haben", sagte der Verwaltungsratspräsident des UZB, Raymond Cron, laut der Mitteilung.

Am neuen Standort, an dem bereits erste Patienten behandelt wurden, arbeiten 280 Mitarbeitende des UZB; darunter sind 85 Zahnärztinnen und -ärzte sowie mehr als 100 Dental-Hygienikerinnen, Prophylaxe-Assistentinnen und Dental-Assistentinnen. Zudem werden während der Semester rund 85 Studierende der Zahnmedizin ausgebildet. Der Neubau bietet Platz für 89 Behandlungseinheiten, Forschungslaboratorien für Mikrobiologie und Materialwissenschaften, eine topmoderne Ausbildungsinfrastruktur für Studierende und eine Zentralsterilisation nach neuestem Standard. Die Universität hat im Neubau zudem einen großen Hörsaal, Seminar- und Gruppenräume, eine Filiale der Universitätsbibliothek und eine öffentliche Cafeteria realisiert.

Der Bezug des Neubaus markiert den Abschluss der Zusammenführung der Volks- und Schulzahnklinik sowie der universitären Zahnkliniken, die zum Januar 2016 zum universitären Zentrum für Zahnmedizin Basel fusionierten. Die topmoderne Infrastruktur schaffe die Voraussetzungen für eine nachhaltige Stärkung der Zahnmedizin in Basel. Das UZB werde so das Kompetenzzentrum für Zahnmedizin, das von der Grundversorgung über die spezialisierte Behandlungen bis hin zum universitären Forschungs- und Lehrangebot alles unter einem Dach vereine und für alle Patientinnen und Patienten aus der Region offen stehe. Die Vernetzung mit der Humanmedizin garantiere zudem eine optimale Behandlung und mache das UZB zum wichtigen Bestandteil des Life Science Standortes Basel.

Für Regierungsrat Lukas Engelberger (CVP), der als Vertreter des Eigners redete, markiert der Bezug des Neubaus den letzten Schritt der Umsetzung des 2014 beschlossenen Gesetzes. "Das UZB kann den Auftrag einer ganzheitlichen Zahnmedizin im Interesse der Bevölkerung nun voll umsetzen", befand Engelberger.