BZ-Serie "Helle Köpfe"

Gerd Walz von der Uniklinik: Detektivarbeit an der Niere

Petra Völzing

Von Petra Völzing

Sa, 01. August 2015 um 00:00 Uhr

Bildung & Wissen

Dass Gerd Walz zur Niere kam, war ein Zufall. Angefangen hat er mit Mathematik, Physik und Informatik. Heute forscht er zu genetisch bedingten Krankheiten des Entgiftungsorgans .

Gerd Walz’ Forschungsgebiet scheint sehr begrenzt: ein einziges Organ, im menschlichen Körper immerhin doppelt vorhanden, jeweils ungefähr zwölf Zentimeter groß und dafür zuständig, das Blut zu filtern und den Körper über die Bildung von Urin von Schadstoffen zu befreien. "Die Niere fasziniert mich", sagt Walz schlicht.

Er ist seit 1999 Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik IV – Nephrologie und Allgemeinmedizin – an der Universitätsklinik Freiburg. Zurückhaltend lächelnd sitzt er am Tisch. Seine Erscheinung ist unauffällig, sein Gesprächsstil sachlich, auch im Raum ist nichts, was die Aufmerksamkeit bindet, selbst die Tischplatte ist leer. Der Forscher und Arzt zieht einen aber mit dem, was er zu erzählen weiß, in den Bann. Hinter dem Menschen und seinem Lieblingsorgan öffnen sich für den Laien ungeahnte Welten.

"Die Niere ist, was die Funktion angeht, eines der bestverstandenen Organe", sagt Walz. Störungen der Niere zu begreifen ist dennoch nicht einfach, weil meist andere Erkrankungen mit im Spiel sind. Häufig wirken sich Herzprobleme auf die Niere aus; auch giftige Ausscheidungen von Bakterien können zu Nierenversagen führen, wie das bei der Ehec-Epidemie der Fall war. Das findet Walz spannend.

"Wir gehen vor wie Sherlock Holmes", erklärt er. Die Nephrologen schauen Laborwerte an, ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ