Bringt der Skarabäus Glück?

Gabriel Zibold,

Von Gabriel Zibold &

Sa, 04. Juni 2011

Zisch-Texte

Beim Museumsbesuch entdecken Viertklässler einen Glückskäfer der alten Ägypter – und das am Freitag, den 13.

Es war an einem Freitag, als unsere Klasse mit dem Zug nach Freiburg fuhr. Wir besuchten die ägyptische Abteilung im Archäologischen Museum. "Ob heute wohl etwas Unangenehmes passiert?", fragten sich so manche Kinder. Denn es war Freitag, der 13.

Im Museum teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Meine Gruppe stellte zuerst einen Skarabäus-Käfer her. Der Skarabäus, ein Mistkäfer, war für die alten Ägypter ein Glücksbringer. Sie verehrten ihn als Sinnbild des Lebens.

Es war eine schöne und etwas mühsame Arbeit. Wir bekamen graue und braune Specksteine, die leicht zu bearbeiten waren. Aus diesen formten wir mit groben Feilen eiförmige Skarabäus-Käfer. Wer seine Form fertig hatte, musste noch einmal mit einer feinen Feile die Ecken und Kanten abfeilen, bis alles glatt war. War man damit fertig, durfte man mit großen, spitzen Nadeln Muster in den Käfer-Rücken ritzen und in den Boden seinen Namen eingravieren. Dann wurde der Skarabäus in Steinöl getaucht, damit er schön glänzt.

Anschließend ging meine Gruppe zu der Ausstellung. Dort war eine große Playmobil-Landschaft aufgebaut, die das Leben im alten Ägypten zeigt. Auch ein echter Sarkophag stand da und wir erfuhren viele interessante Dinge: Mumien legte man früher in einen Sarkophag, um die Toten zu ehren und der Schmuck sollte ihnen nach dem Tod Glück bringen.

Auf der Heimfahrt hatte jeder seinen eigenen Skarabäus in der Tasche und manche waren froh, wieder heil zu Hause angekommen zu sein. Eine Klassenkameradin hat sogar einen Fünf-Euroschein gefunden. Ob der Skarabäus ihr Glück gebracht hat?