Wohnmobile

Caravan-Ernst will im Industriegebiet Dyn A 5 erweitern

Klaus Fischer

Von Klaus Fischer

Di, 14. Juli 2020 um 06:05 Uhr

Ettenheim

Geplant ist der Bau einer neuen Lagerhalle für neue Mobile und Werkstattfahrzeuge noch in diesem Jahr. Die Firma profitiert vom Boom der Reisemobilbranche.

Caravan-Ernst plant im Industriegebiet Dyn A 5 eine Erweiterung auf einer rund 9000 Quadratmeter großen Fläche zwischen dem Sitz des Unternehmens und Krämer Reitsport. In einem ersten Schritt soll eine 60 mal 25 Meter große Lagerhalle gebaut werden.

"Das Grundstück haben wir schon vor einigen Jahren gekauft, um uns am Sitz unseres Unternehmens die Möglichkeit für eine Erweiterung zu erhalten", erklärt Firmenchef Christian Ernst. Dieser Zeitpunkt sei jetzt aus zwei Gründen gekommen: Einmal hat sich das Unternehmen nach Baurecht verpflichtet, noch in diesem Jahr auf dem Grundstück auch zu bauen. Zum anderen boomt momentan der Markt für Wohnwagen und Reisemobile. "Wir brauchen die Halle als Abstellfläche für neue Mobile, aber auch als Zwischenlager für Fahrzeuge aus dem Werkstattbetrieb, die dort beispielsweise nach Lackierarbeiten zum Trocknen geparkt werden können", erklärt Ernst.

Nachfrage ist sehr hoch

Gerade die Auftragslage für den Werkstattbetrieb ziehe momentan kräftig an, nachdem wegen Corona-Lockdown auch für die Branche zwei, drei Monate Stillstand herrschte. Mit den Corona-Lockerungen steige nun nicht nur spürbar die Reiselust und damit auch der Reparaturbetrieb, sondern parallel dazu auch das Geschäft mit neuen Mobilen. "Weil viele keinen Urlaub in Hotels verbringen wollen, sondern auf die eigenen vier Wände auf Rollen setzen, ist auch die Nachfrage nach Neufahrzeugen derzeit hoch", sagt der Firmenchef.

Neben dem Bau einer festen Lagerhalle im östlichen Bereich des Grundstücks, will Ernst die restliche Fläche in Richtung Autobahn bislang nur als Abstellfläche unter freiem Himmel nutzen. Pläne, den überdachten Bereich gleich größer zu dimensionieren, liegen beim Unternehmen vorerst auf Eis. "Wir wissen ja nicht, wie die Bahn mit der Güterzugtrasse an der Autobahn weiter plant. Deshalb werden wir vorerst den westlichen Teil des Geländes nicht bebauen", sagt Ernst.

Ob der Entscheidung pro Autobahntrasse ist der Blick von Ernst in die Zukunft nicht ungetrübt. 2008 hatte das Unternehmen nach dem Großbrand auf dem ehemaligen Firmengelände in Altdorf Millionen in den neuen Standort auf Dyn A 5 direkt an der Autobahn investiert. Damals, so Ernst heute, sei von einer Autobahntrasse noch nicht die Rede gewesen. Die neuen Pläne der Bahn könnten auch bedeuten, dass der bestehende Bau von Caravan-Ernst nach Osten versetzt werden müsse. Ernst: "Das wird dann teuer für die Bahn."