Schulen und Sport

Der Kanton Basel-Stadt lockert weitere Corona-Einschränkungen

sda

Von sda

Mo, 01. Juni 2020 um 15:02 Uhr

Basel

Weiterführende Schulen nehmen den Präsenzunterricht wieder auf, Kitas laufen im Normalbetrieb. Es gehe darum, so viel wie möglich so bald wie möglich zu ermöglichen, sagt der Erziehungsdirektor.

Das Basler Erziehungsdepartement Basel-Stadt hat Ende vergangener Woche weitere Lockerungen bei den Corona-Einschränkungen angekündigt. Diese so schnell wie möglich umgesetzt werden. Die Entscheidungen der Schweizer Bundesregierung hätten großen Einfluss auf die Schulen, das Freizeitangebot und den Sport im Kanton, sagte Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP) an einer Online-Medienkonferenz. Es gehe nun darum, so viel wie möglich so bald wie möglich zu ermöglichen.

An den Berufsfach- und Mittelschulen wird der Präsenzunterricht am 8. Juni wieder aufgenommen. Anders als an den Grundschulen, die am 11. Mai weitgehend zum Normalbetrieb zurückgekehrt waren, müssen weiterführende Schulen Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit befolgen. So gilt für alle Anwesenden der Sicherheitsabstand von zwei Metern. Dies hat zur Folge, dass je nach Räumlichkeiten bis zu den Sommerferien nach unterschiedlichen Konzepten unterrichtet werden muss. An Schulen, wo es genug Platz hat, können praktisch alle Jugendlichen den Präsenzunterricht besuchen. An anderen Standorten ist dagegen eine Mischung von Präsenz- und Fernunterricht erforderlich. Es gehe darum, in den drei Wochen bis zu den Sommerferien möglich viel Unterricht abzuhalten, sagte Cramer.

Ausflüge und Exkursionen sind wieder möglich

Während an den weiterführenden Schulen vorerst keine Normalität einkehrt, kommen die Schulen bis zur sechsten Klasse nach Pfingsten in den Genuss weiterer Lockerungen. Weil der Bundesrat die Grenze der Personen für eine Versammlung von fünf auf 30 Personen im öffentlichen Raum erhöhte, können wieder Ausflüge und Exkursionen außerhalb des Schulareals durchgeführt werden. Praktisch vollständige Normalität kehrt nach Angaben Cramers bei den Kitas ein. Wieder hochgefahren wird zudem das Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Noch Unklarheiten gibt es bei den Freibädern, die ihre Tore am 6. Juni wieder öffnen. So steht noch nicht fest, wie viele Personen sich gleichzeitig in einem Bad aufhalten dürfen. Beim Sportamt rechnet man mit 1000 bis 2000 Badegästen für ein großes Bad. Noch warte man jedoch auf die Vorgaben des Bundes. Als Dienstleistung für die Badefreudigen will das Sportamt vor den Freibädern St. Jakob und Eglisee Webcams installieren. Auf diesen ist zu sehen, ob sich am Eingang eine Warteschlange gebildet hat. Wegen der verkürzten Badesaison wird zudem der Preis für Abonnements um 30 Prozent gesenkt.

Der Beschluss, die Schulen zu öffnen, sei richtig gewesen

Ebenfalls vom 6. Juni an können in Basel auch Individualsportler auf den Sportanlagen ihren Trainingsbetrieb wieder aufnehmen. Dabei sollen Präsenzlisten geführt werden, um im Fall von Ansteckungen mit dem Coronavirus die Nachverfolgung enger Kontakte sicherzustellen. Bei der Benutzung der Garderoben und Sanitäranlagen auf den Sportanlagen gibt es weiter Einschränkungen.

Eine positive Bilanz zog Cramer in puncto der Entscheidung, die Primarschulen bis zur sechsten Klasse vollständig zu öffnen. Die Entwicklung der Fallzahlen der letzten drei Wochen zeige, dass dieser Beschluss richtig gewesen sei.