Kunst am Bau

"Die Spur" schmückt ein neues Institut der Freiburger Uniklinik

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 20. April 2021 um 15:00 Uhr

Freiburg

Für den Aufbau des Groß-Kunstwerks "Die Spur" von Robert Schad gibt es Sperrungen an der Breisacher Straße in Freiburg.

Das "Institute for Disease Modelling and Targeted Medicine" (IMITATE) der Universitätsklinik erhält an der Ecke Breisacher Straße/Fehrenbachallee ein großformatiges Kunstwerk. Es wird aus sieben Teilen vor Ort zusammengeschweißt und voraussichtlich am Donnerstag mit Kran aufgestellt. Zwischen 20. und 26. April werden der Fußweg auf der südlichen Seite der Breisacher Straße sowie ein Teil der Straße gesperrt, teilte die Uni-Klinik am Montag mit.

Laut der Landesbehörde "Vermögen und Bau" soll das Institut in diesem Jahr bezugsfertig sein.

Genetische Ursachen von Krankheiten

Dort wird künftig untersucht, welche genetische Ursache Krankheiten haben und wie sie sich behandeln lassen. Die Skulptur des Künstlers Robert Schad mit dem Titel "Die Spur" ist im Juni 2018 ausgewählt worden. Elf Künstlerinnen und Künstler hatten sich am Wettbewerb der Kunstkommission Baden-Württemberg beteiligt.

"Die Spur" besteht aus zwei Komponenten: einer monumentalen Stahlschlaufe von rund 13 Metern Höhe, 6 Metern Breite und 27 Metern Länge. Zudem werden im Gebäude zwölf gleich große Kuben an unterschiedlichen Orten platziert. Die mächtige Stahlsignatur mit einem Gesamtgewicht von 14,5 Tonnen entwickelt sich ohne Kontakt zur Fassade zwischen Gebäude und Breisacher Straße und mit minimalem Kontakt zur verstärkten Grundmauer.

Die Wissenschaft dem Betrachter nahebringen

Die Genwissenschaft, so Künstler Robert Schad, befasse sich mit den Bausteinen des menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens und deren Beeinflussbarkeit durch mikroskopische Manipulation. Dieses unnahbare wissenschaftliche Gebiet dem Betrachter nahe zu bringen, wolle er erreichen, indem er "nicht die wissenschaftlich komplizierte Forschungsmethode thematisiere, sondern das Forschungsobjekt – das Leben selbst – in den Fokus rücke". Für seine Kunst am Bau sind nach Angaben der Behörde knapp 200 000 Euro veranschlagt.

Das IMITATE soll die Lücke zwischen Gen-Grundlagenforschung und Anwendung am Krankenbett schließen. Mittels Datenanalyse, Computer-Modellierung genetischer und epigenetischer Erkrankungen sowie Bildgebungsverfahren sollen individuelle Therapien – etwa in der Krebsmedizin – entwickelt werden.