Schweiz

Die Uni Basel meldet einen Studierendenrekord

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 24. Dezember 2020 um 05:55 Uhr

Basel

Mit mehr als 13.000 Studierenden erreicht die Uni Basel das 2007 formulierte strategische Ziel. Gegenüber dem Wintersemester 2019/20 steigt die Zahl um 328.

Die Universität Basel meldet erstmals mehr als 13.000 Immatrikuliert. Im Wintersemester 2020/21 sind exakt 13.139 Studierende und Doktoranden in Basel eingeschrieben. Das sind 328 mehr als im vergangenen Wintersemester 2019/20. Damit übertrifft die Uni auch erstmals das in der Strategie von 2007 formuliertes Wachstumsziel.

Das Wachstum betrifft alle Ausbildungsstufen – vom ersten berufsqualifizierenden Abschluss auf der Bachelorstufe bis zum Nachweis eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten, sprich den Promotionsstudiengängen (Doktorarbeit). Unter dem Strich begannen zum Wintersemester diesen Herbst 1783 Studienanfänger ein Studium in Basel (2019: 1680). Dieser Zuwachs entspreche dem Wachstumsziel der Uni und sei durch die Corona-Krise befördert worden, heißt es in der Mitteilung.

Rund ein Viertel der Studenten stammt nicht aus der Schweiz

Denn die Pandemie habe Alternativen – vom jugendlichen Welterkunden auf Reisen bis zum Praktikum – eingeschränkt. Insofern hätten viele Abiturienten sofort ein Studium begonnen. Auch im Bereich der Master- sowie der Doktoratsstufe meldet die Universität einmal mehr Zuwächse und damit neue Rekorde, was die Verantwortlichen als Ausdruck der "Anziehungskraft als Forschungsuniversität" interpretieren. Die größte Gruppe der Studierenden sind die Bachelorabsolventen mit 47 Prozent; auf die Masterstufe entfallen 30 Prozent. 23 Prozent der Immatrikulierten arbeiten an einer Promotion.

Was die regionale Herkunft betrifft, stammen die meisten Studierenden aus Baselland: Mehr als ein Fünftel (2723 oder 20,7 Prozent) kommt aus dem Landkanton, gut 17 Prozent aus Basel-Stadt (2264 Studierende), weitere 15 Prozent (1959) aus den Kantonen Solothurn und Aargau, 23 Prozent aus der übrigen Schweiz. Knapp ein Viertel (24,1 Prozent oder 3171)) der Immatrikulierten stammt aus dem Ausland, wobei der Ausländeranteil vor allem in den Promotionsstudiengängen sehr hoch ist und über 50 Prozent liegt, während er bei Studienanfängern mit 14 Prozent deutlich kleiner ist

Finanziell im Soll

Auch in finanzieller Hinsicht bewegt sich die Universität im Soll. Das Budget für das nächste Jahr schließt mit einem leichten Planungsdefizit von 270 000 Franken nahezu ausgeglichen ab. Die Planung basiert auf den Entwicklungs- und Strukturplänen der Fakultäten für die Leistungsperiode 2018 bis 2021 und berücksichtigt alle Einschnitte der Sparvorgaben. Die Mitarbeitenden werden 2021 auf ihren Löhnen einen Stufenanstieg erhalten. Der von den zwei Trägerkantonen Basel-Stadt und Baselland für 2020 und 2021 geforderte Beitrag aus Reserven von jeweils zehn Millionen Franken pro Jahr zur Entlastung der Träger könne voraussichtlich finanziert werden, ohne das freie Eigenkapital zu belasten.

Der Anteil der öffentlichen Hand, also der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie der übrigen Kantone und der Schweiz, an der Finanzierung der Universität wird für 2021 mit 496,3 Millionen Franken veranschlagt. Dazu tragen Basel-Stadt 158,6 Millionen Baselland 162,7 Millionen, die Schweiz 94,1 Millionen und die übrigen Kantone 80,9 Millionen Franken bei.