Landesverdienstorden

Drei verdiente Bürger des Landkreises Lörrach erhalten die Staufermedaille

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 07. Mai 2021 um 14:42 Uhr

Kreis Lörrach

Dreimal geht der Landesverdienstorden in den Kreis Lörrach. Die Geehrten sind Bernhard Späth aus Efringen-Kirchen, Eberhard Stotz aus Bad Bellingen und Herbert Uhl aus Kandern.

Drei Landesverdienstorden wurden an angesehene Personen aus dem Landkreis Lörrach verliehen, teilt der Landkreis Lörrach am Freitag mit. Die Geehrten sind Bernhard Späth aus Efringen-Kirchen, Eberhard Stotz aus Bad Bellingen und Herbert Uhl aus Kandern.

" Alle drei haben sich über ihre beruflichen Pflichten hinaus im Rahmen von ehrenamtlichem oder gesellschaftlichem Engagement über mehrere Jahrzehnte für die Allgemeinheit eingesetzt und wurden daher mit der Staufermedaille, einer besonderen persönlichen Auszeichnung des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg für Verdienste um das Land, ausgezeichnet", heißt es in der Pressemitteilung. Landrätin Marion Dammann verlieh die Medaillen und würdigte die drei Persönlichkeiten: "Sie haben sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl im Land Baden-Württemberg und im Landkreis Lörrach im Speziellen verdient gemacht und dabei nachhaltige Impulse gesetzt. Für Ihr außergewöhnliches Engagement danke ich Ihnen herzlich." Von Ministerpräsident Winfried Kretschmann übermittelte die Landrätin Glückwünsche, Dank und Anerkennung.

Bernhard Späth

Bernhard Späth wirkte knapp 20 Jahre lang als Direktor und Geschäftsführer des St. Josefshauses in Herten. In dieser Zeit baute er stationäre und ambulante Angebote in der Behindertenhilfe und in der Pflege aus, darunter drei Seniorenzentren, mehrere Wohneinrichtungen, eine Sozialstation und das Hospiz am Buck. Daneben setzte er sich ehrenamtlich zum Wohl benachteiligter und kranker Menschen ein und tut dies noch heute.

Vor allem in der Hospizarbeit und in der gesetzlichen Vertretung von Menschen mit Behinderung im Betreuungsverein setzte er sich dafür ein, Menschen mehr Teilhabe und eine gute Versorgung zu ermöglichen. So war Späth zeitweise unter anderem ehrenamtlicher Geschäftsführer der Hospiz am Buck GmbH, Wegbereiter und Vorstandsvorsitzender der Hospiz-Stiftung Lörrach, Vorsitzender des Kreisseniorenrates und eines Betreuungsvereines sowie zugleich als gesetzlicher Betreuer tätig.

Eberhard Stotz

In seinen 30 Jahren als Bürgermeister der Gemeinde Bad Bellingen als auch als Kurdirektor der Bade- und Kurverwaltung entwickelte Eberhard Stotz Bad Bellingen zu einem bedeutenden Gesundheits- und Tourismusstandort in Südbaden samt dem ersten 18-Loch-Golfplatz im Landkreis. Daneben brachte sich Eberhard Stotz vielseitig ehrenamtlich für die Menschen im Landkreis ein, beispielsweise als langjähriger Kreisrat und ehrenamtlicher Stellvertreter des damaligen Landrats Rübsamen.

Vor allem Sozial- und Gesundheitsthemen lagen ihm am Herzen. Zudem war er Mitbegründer des Ortsvereins des Roten Kreuzes und beim örtlichen Schwarzwaldverein sowie Vorstand in weiteren Vereinen, wie den Elsass-Freunden Basel und dem Förderkreis Heimatmuseum Bad Bellingen.

Herbert Uhl

Herbert Uhl, ehemals Professor für Politikwissenschaft und Politische Bildung an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und weiterhin Autor und Mitherausgeber zahlreicher Unterrichts- und Lehrwerke, macht sich seit über 30 Jahren vor allem im Bereich der kulturellen und politischen Bildung für gegenseitiges Verständnis und den chancengleichen Zugang zu Bildung stark. In 20 Jahren als Gemeinderat und andauernder Tätigkeit in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe leistete und leistet er einen herausragenden Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt Kandern und darüber hinaus.

Die kleine Stadtbücherei Kandern entwickelte er gemeinsam mit seiner Frau Ursula maßgeblich zu einem kulturellen Mittelpunkt der Stadt mit überörtlicher Strahlkraft. Mitunter war er viele Jahre ehrenamtlicher Leiter der Stadtbücherei und Vorsitzender der unterstützenden Bürgerstiftung und setzte so nachhaltige Impulse für das kulturelle Leben.

Die Staufermedaille wurde 1977 anlässlich der Ausstellung zur Geschichte und Kultur der Stauferzeit und dem Staufer-Jahr in Baden-Württemberg erstmals geprägt und herausgegeben.