Ettenheimer Radfahrer wünschen sich mehr Schutz und Trennung vom Autoverkehr

Im Rahmen des deutschlandweiten Fahrradklima-Tests des ADFC haben Ettenheimer Radfahrende Wünsche und Kritik geäußert. Ein großer Punkt ist die Begrenzung des Autoverkehrs in der Innenstadt.  

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Der Rad-Schutzweg an der Otto-Stoelcker-Straße wird kritisiert.  | Foto: Benedikt Hecht
Der Rad-Schutzweg an der Otto-Stoelcker-Straße wird kritisiert. Foto: Benedikt Hecht

Im Rahmen des deutschlandweiten Fahrradklima-Tests haben in Ettenheim 26 Teilnehmende Kommentare abgegeben und damit laut einer Pressemitteilung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) "ein differenziertes Bild der Situation für Radelnde in ihrer Stadt und der näheren Umgebung gezeichnet". Überwiegend wurden demnach konstruktive Kritik und Anregungen geäußert, aber auch starke Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht – und selten Lob ausgesprochen.

Hauptpunkte sind die Weiterentwicklung der Ost-West-Verbindung für Radfahrende (mit benachbarten Gemeinden) und die Verbesserung der bestehenden Situation auf Ettenheimer Gemarkung. Der beim Schulzentrum St. Landolin stadteinwärts beginnende Schutzstreifen auf der Landesstraße wird unter Hinweis auf den oftmals nicht ausreichenden Abstand einhaltenden Kraftfahrzeugverkehr als unzureichend kritisiert. Aus Sicht des ADFC wäre ein Radweg auf der Trasse der ehemaligen Bahnlinie ab den Espen bis zur Heimschule eine realisierbare Möglichkeit, um die gefährliche Situation auf der Otto–Stoelcker-Straße zu lösen und das Kernstück einer attraktiven Ost-West Radverkehrsachse zu schaffen.

Radfahrende wünschen sich eine autofreie Innenstadt

Im Detail werden Verbesserungen in der Rheinstraße und der Straßburger Straße gefordert – in Letzterer mit Blick auf die Rechts-vor-Links-Situation in der Zu- und Abfahrt zur dortigen Werkrealschule. Schutzstreifen werden von etlichen Teilnehmenden grundsätzlich kritisiert. Diese gefährdeten Radfahrende eher, da Autos dann oft nicht die gesetzlichen Mindestabstände einhalten und zu schnell vorbeifahren, heißt es weiter.

Weitere Forderungen sind die für Radler eine freundlichere Gestaltung von Kreuzungen und Kreisverkehren. Radaufstellbereiche und die flächige Verwendung von roter Farbe bei Einmündungen werden gefordert sowie eine stärkere Trennung von Auto- und Radverkehr. Gewünscht werden außerdem die Begrenzung oder der Ausschluss des Autoverkehrs in der Innenstadt sowie die Reduzierung des Parkraums. Moniert wird bei neu angelegten Radwegen überdies, dass teilweise auf kurzen Strecken mehrfach Querungen auf die andere Straßenseite eingebaut wurden, was für Kinder nicht sicher sei. Zudem wird bemängelt, dass Radwege nicht durchgängig geführt werden, sondern Lücken aufweisen würden.

Autoverkehr sorge den Teilnehmern zufolge für die meisten Gefährdungen. "Sicherheitsabstand beim Überholen wird nicht eingehalten", "überhöhte Geschwindigkeiten", "auf Rad- und Gehweg bzw. neben Schutzstreifen parkende Autos" sowie "ungerechtfertigtes Überfahren der Radfahrschutzstreifen" werden am häufigsten genannt.

Mit dieser Auswertung gibt der ADFC der Verwaltung, den Planern und den politischen Entscheidern die Sorgen und Wünsche der radelnden Bürger weiter und hofft, deren Aufmerksamkeit geweckt zu haben, heißt es abschließend.

Detaillierte Ergebnisse des Fahrradklima-Tests sind einsehbar auf www.fahrradklima-test.adfc.de.

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