BZ-Interview

Matern von Marschall über Krisen, Bewegendes und sein Jahr in Berlin

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Fr, 27. Februar 2015

Freiburg

Matern von Marschall ist neu im Bundestag und hat gleich im ersten Jahr viel erlebt: Ukraine-Krise, Euro-Krise, Klima-Krise. Mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten des Freiburger Wahlkreises hat sich Uwe Mauch unterhalten.

BZ: Sie sind in zwei reisefreudigen Ausschüssen gelandet. Wo waren Sie überall im vergangenen Jahr?
Marschall: Ich war in Brüssel mit dem Europa-Ausschuss. Das ist Routine. Zum Jahresende nahm ich an der Weltklimakonferenz in Lima teil. Den emotionalsten Moment im vergangenen Jahr habe ich Ende September in Prag erlebt, als in der Deutschen Botschaft, im Palais Lobkowitz, der Ausreise der DDR-Flüchtlinge 25 Jahre zuvor gedacht wurde. Gekommen waren der damalige Außenminister Genscher, der damalige Kanzleramtsminister Seiters und viele ehemalige Flüchtlinge.
BZ: Haben Sie auch mit ihnen sprechen können?
Marschall: Ja, mit einer Frau, die neben mir stand. Sie hat plötzlich angefangen, die Nationalhymne zu summen, und das verbreitete sich dann in diesem großen Saal. Das war sehr bewegend.

BZ: Bekommen Sie etwas mit von Land und Leuten, oder reisen Sie wie Fußballspieler vom Hotel zum Arbeitsplatz und wieder nach Hause?
Marschall: Überwiegend ist es schon so. Die Konferenzen sind sehr intensiv und eng getaktet. Da fährt man morgens um 7 Uhr mit dem Shuttle zum Konferenzgelände und um Mitternacht zurück ins Hotel. Leider.

BZ: Sie treffen bekannte Menschen wie vor wenigen Wochen den Kiewer Oberbürgermeister Vitali Klitschko. Wer hat Sie am meisten beeindruckt – abgesehen von Frau Merkel?
Marschall (lacht): Mit ihr habe ich noch nicht so viel gesprochen. Also Klitschko war schon sehr eindrucksvoll, und das nicht nur, weil er kaum durch einen mitteleuropäischen Türrahmen passt. Der Hilferuf, den er im Europäischen Ausschuss an uns gerichtet hat, den Freiheitswillen der Menschen in der Ukraine zu ...

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