Account/Login

Nachruf

Helmut Schmidt: Der Geradlinige

Karl-Ludwig Günsche
  • Mi, 11. November 2015, 00:00 Uhr
    Deutschland

     

Pflichtbewusst, unbequem, zupackend, rhetorisch brillant. Erst Krisenmanager, später Elder Statesman mit Kultstatus – das war Helmut Schmidt. Ein Nachruf auf den Altkanzler, der im Alter von 96 Jahren in Hamburg gestorben ist.

Ein Menschenfischer ist er nie gewesen. Dazu war er zeitlebens zu direkt und gradlinig, zu scharfzüngig auch und distanziert. "Schmidt Schnauze" nannte ihn die CDU/CSU in seiner Zeit als SPD-Fraktionschef im Bonner Bundestag nicht ohne Respekt. Schwammige Politikerfloskeln waren Helmut Schmidts Sache nie. Mit Scharfsinn und Eloquenz schonte er weder Gegner noch Genossen. Trotzdem – oder deswegen – verehrten ihn die Menschen nicht nur in Deutschland, je länger er lebte.
Die Weltpolitik in griffigen Formeln erklärend
In Umfragen nach den bedeutendsten Deutschen lag Schmidt in den vergangenen Jahren stets unangefochten an der Spitze, und an Beliebtheit übertraf er alle seine Vorgänger um Längen, selbst Konrad Adenauer, Willy Brandt und Helmut Kohl, die historisch sicherlich mehr bewegt haben als er. Das strenge Rauchverbot in Fernsehstudios missachtend, brachte er, die unvermeidliche Mentholzigarette in der Hand, in Talkshows ...

Artikel verlinken

Wenn Sie auf diesen Artikel von badische-zeitung.de verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden:

© 2024 Badische Zeitung. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.
Bitte beachten Sie auch folgende Nutzungshinweise, die Datenschutzerklärung und das Impressum.

Jetzt diesen Artikel lesen!

  • Alle Artikel auf badische-zeitung.de
  • News-App BZ-Smart
  • Freizeit-App BZ-Lieblingsplätze
  • Redaktioneller Newsletter
  • Kommentarfunktion
Jetzt abonnieren

nach 3 Monaten jederzeit kündbar