Verbraucherpreise
Im August steigt die Inflationsrate auf 2,2 Prozent
Lebensmittel sind teurer, Energie ist günstiger als ein Jahr zuvor. Steigende Löhne sorgen zugleich dafür, dass die Menschen mehr Geld in der Tasche haben.
dpa
Fr, 29. Aug 2025, 19:45 Uhr
Wirtschaft
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Das Leben in Deutschland hat sich im August wieder stärker verteuert. Die Verbraucherpreise lagen um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilt. Für Juni und Juli hatten die Wiesbadener Statistiker noch jeweils eine Inflationsrate von 2,0 Prozent errechnet. Von Juli auf August des laufenden Jahres stiegen die Preise um 0,1 Prozent.
Je höher die Inflationsrate, desto geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie können sich für einen Euro dann weniger leisten. Immerhin haben viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zugleich auch mehr Geld in der Tasche: Im zweiten Quartal dieses Jahres stiegen die Löhne dem Statistischen Bundesamt zufolge mit 4,1 Prozent erneut stärker als die Verbraucherpreise. Daraus ergibt sich eine Reallohnsteigerung um 1,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Kaufkraftverluste vor allem aus 2022 und 2023 werden zunehmend ausgeglichen.
Im August mussten die Menschen hierzulande für Nahrungsmittel 2,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Nach Daten aus den Bundesländern verteuerten sich etwa Kaffee und Schokolade teilweise um bis zu ein Viertel verglichen mit dem Vorjahresmonat. Auch die Preise für Obst zogen an, während die Statistiker bei einigen Gemüsesorten regional Preisrückgänge verzeichneten.
Für das Gesamtjahr eine Inflationsrate um zwei Prozent erwartet
Energie war nach den vorläufigen Berechnungen der Statistiker im August 2,4 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Im August vor einem Jahr waren die Energiepreise allerdings sehr viel deutlicher gesunken. Im Jahresvergleich wirkt das daher nun wie eine Preissteigerung – ein sogenannter Basiseffekt, der die aktuelle Inflationsrate nach oben treibt.
Für das Gesamtjahr erwarten Volkswirte für Europas größte Volkswirtschaft im Schnitt eine Inflationsrate um die zwei Prozent. Bei mittelfristig 2,0 Prozent Teuerung sieht die Europäische Zentralbank (EZB) für den Euroraum als Ganzes ihr Ziel stabiler Preise und somit einer stabilen Währung erfüllt. Dauerhaft niedrige Preise gelten ebenso wie zu stark steigende Preise als Risiko für die Konjunktur: Unternehmen und Verbraucher könnten bei stark sinkenden Preisen Investitionen aufschieben in der Erwartung, dass es bald noch billiger wird.