Künstliche Intelligenz

Im "Cyber Valley" kämpft Baden-Württemberg um seine technologische Spitzenstellung

Jens Schmitz

Von Jens Schmitz

Mo, 26. August 2019 um 19:45 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Universitäten, Firmen, Stiftungen, das Land Baden-Württemberg und die Max-Planck-Gesellschaft entwickeln Europas größten Forschungsverbund zur Künstlichen Intelligenz. Die Technik soll verantwortbar bleiben.

Das Büro von Michael Black sieht nicht aus, wie man sich Brutstätten für Künstliche Intelligenz vorstellt: Zeitlose Holz- und Ledersessel verbreiten Wohnlichkeit auf einem bunt gestreiften Teppich; eine Menschenskulptur aus Porphyr blickt über Tübingen und die Schwäbische Alb. "In Palo Alto hatte ich ein Panorama über die Bucht von San Francisco", erinnert sich der 57-Jährige. "Ein weiter Blick weitet das Denken."

Auf dem Couchtisch vor dem hageren Mann liegt ein Da-Vinci-Bildband; der Titel zeigt anatomische Studien. "Mein Hauptinteresse besteht darin, Computer dazu zu bringen, dass sie uns wahrnehmen", sagt Black. Black gehört zu den renommiertesten Forschern im Bereich der Computervision. Seine Geldgeber heißen Intel, NVIDIA, Adobe oder Facebook; seine Karriere ist eine Aneinanderreihung von US-Eliteuniversitäten.

Schlüsseltechnologie
Verlassen hat er sie für die schwäbische Provinz: Black ist heute Co-Direktor des Tübinger Max-Planck Instituts für Intelligente Systeme, wo er die Abteilung für Perzeptive Systeme leitet. Er ist außerdem Sprecher des 2016 gegründeten Cyber Valley. Seine Aufgabe: eine europäische Antwort zu finden auf die Konzentration der Branche in den USA und China.

"Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie für die Wertschöpfung der Zukunft", sagt Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). "Wenn wir von diesem Wachstum profitieren wollen, muss ‚KI made in Baden-Württemberg‘ zur Marke werden."

Das ist leichter gesagt als getan. Im ...

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