Krankheitserreger in Echtzeit verfolgen

Jonas Hirt

Von Jonas Hirt

Sa, 14. November 2020

Gesundheit & Ernährung

Die Studie zur Verbreitung der Sars-CoV-2-Variante ist noch nicht von anderen Fachleuten überprüft worden (Peer-Review-Verfahren), es handelt sich damit um ein sogenanntes Preprint. In Zuge der Corona-Pandemie gab es zahlreiche Preprint-Publikationen. Emma Hodcroft ist die Hauptautorin der Studie, daran mitgewirkt haben weitere Forscher der Universität Basel und des Konsortiums SeqCOVID-Spain. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, Übertragungsmuster in Spanien nachzuvollziehen. 30 klinische Institutionen beteiligen sich an dem Konsortium. So werden die verschiedenen Virusvarianten dargestellt.
Die Plattform Nextstrain gibt es seit 2015. Laut der Uni Basel ist es das Ziel, Erreger mittels genetischer Sequenzierung in Echtzeit zu verfolgen und auch die Verbreitung von Viren vorherzusehen. Die Plattform stützt sich auf die Basis, dass Viren beim Vervielfältigen ihres Erbguts kleine Fehler machen. Daraus errechnet Nextstrain einen Stammbaum. Dieser zeigt das Verwandtschaftsverhältnis einzelner Stränge. Forscher arbeiteten auch bei anderen Erregern mit der Plattform, etwa beim Zika-Virus, bei Ebola und bei Tuberkulose.