Interview

Klaus Endress über seinen Wechsel in den Aufsichtsrat

Michael Baas

Von Michael Baas

Sa, 21. Dezember 2013 um 18:00 Uhr

Kreis Lörrach

Zum 1. Januar gibt Klaus Endress die operative Leitung von Endress + Hauser an Matthias Altendorf ab. Über seinen Wechsel in das Aufsichtsgremium und die Zukunft der Gruppe als Familienunternehmen spricht er im Interview.

Der Wechsel an der Spitze von Endress+Hauser (E+H) ist eine Zäsur: Nach 19 Jahren gibt Klaus Endress zum Jahresende nicht nur die operative Leitung ab; vielmehr rückt mit Matthias Altendorf erstmals in der mehr als 60-jährigen Geschichte des einst in Lörrach gegründeten Unternehmens ein Außenstehender an die Spitze des Familienunternehmens: Anlass für einen Rück- und einen Ausblick.

BZ: Herr Endress, Sie standen 19 Jahre an der Spitze von Endress+Hauser. Ist diese Kontinuität ein Baustein des Erfolges?

Endress: Es gibt Menschen, die können viel Gutes tun, die können aber auch viel Schlechtes anrichten, und das sind die Chefs. Ich habe da leidvolle Erfahrungen gesammelt. Auch wir haben in einzelnen Unternehmen nicht immer die besten Chefs gehabt. Erfolg braucht gute Chefs und diese müssen lange bleiben. Kontinuität ist immer ein Teil des Erfolges.

BZ: Tatsächlich ist Endress+Hauser unter Ihrer Regie stark gewachsen. Gibt’s eine Grenze des Wachstums?

Endress: Solange die Bevölkerung auf diesem Planeten wächst, sehe ich das nicht. Bevölkerungswachstum heißt, dass von allem mehr gebraucht wird: mehr saubere Luft, sauberes Wasser, mehr Nahrung, Medikamente, Energie, Infrastruktur. Die Industrien, die das herstellen, sind unsere Kunden. Ich habe keine Bedenken, dass uns die Arbeit ausgeht.

BZ: Sie benennen das natürliche Wachstum. Geht’s darum, mitzuwachsen oder will E+H überproportional wachsen?

Endress: Man kann nie stehen bleiben. Die Welt dreht sich so oder so und natürlich haben wir einen gewissen Ehrgeiz.

BZ: Endress+Hauser ist nicht nur beim Umsatz ...

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