Kleine fühlen sich überfordert

Jutta Schütz

Von Jutta Schütz

Sa, 16. Mai 2015

Kreis Lörrach

Der gesetzliche Mindestlohn und die damit verbundene Bürokratie stellen die Landwirte in der Region vor neue und zusätzliche Herausforderungen.

Der gesetzliche Mindestlohn, der seit Jahresanfang gilt, entzweit nach wie vor die Geister. Für die einen ist er ein zentraler Baustein einer faireren und gerechteren Arbeitswelt; für andere unterläuft er den liberalen Geist einer Marktwirtschaft – zumal die Dokumentationspflichten zumindest in der aktuellen Startphase einen erheblichen bürokratischen Zusatzaufwand mit sich bringen. Die regionale Landwirtschaft jedenfalls reagiert verunsichert, sieht Sonderkulturen wie Spargel, Erdbeeren, Himbeeren oder Brombeeren bedroht. Zudem stellt sich die Frage, ob die langfristig höheren Mindestlöhne (Info) pro Stunde über die Preise tatsächlich an die Verbraucher weitergegeben werden können oder ob das die Stellung gegenüber der ohnehin billigeren Konkurrenz aus großen Agrarstaaten wie Spanien, Griechenland, Bulgarien oder Ägypten im Lebensmitteleinzelhandel nicht weiter verschlechtert.

PROTESTE DER LANDWIRTE
Erste große Proteste mit über 1000 Landwirten, wie Ende März in Oberkirch, richteten sich nicht grundsätzlich gegen die Einführung, wohl aber gegen die Handhabung der Mindestlohnregeln. Standesvertreter aus Baden-Württemberg, unter anderem der Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands (BLHV) Werner Räpple, reisten in der letzten Aprilwoche zu Arbeitsministerin Andrea Nahles und zum ...

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