Gesundheitsamt Emmendingen

Laut Behörde geschehen die meisten Infektionen daheim

Patrik Müller

Von Patrik Müller

Sa, 16. Januar 2021 um 12:34 Uhr

Kreis Emmendingen

Im "häuslichen Umfeld" geschehen laut Lagebericht des Emmendinger Gesundheitsamtes viele Infektionen. Der Arbeitsplatz folgt an zweiter Stelle.

Die Corona-Infektionslage im Landkreis bleibt auch laut dem neuesten Lagebericht des Gesundheitsamtes sehr ernst. Das Virus wurde zwischen dem 8. Januar und dem 14. Januar bei 199 Menschen im Kreis nachgewiesen, acht Männer und Frauen starben – die Jüngste war 41 Jahre alt, der Älteste 91.
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Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Ende des Berichtszeitraumes bei 101,0; in der Vorwoche lag er bei 98,0. "Es bleibt abzuwarten, ob diese Seitwärtsbewegung als signifikanter und nachhaltiger Hinweis für die zumindest teilweise Wirksamkeit der Beschränkungen des bisherigen Lockdowns gewertet werden kann", heißt es im Lagebericht.

Dem Gesundheitsamt gelinge es jedenfalls derzeit in etwa 70 Prozent aller Fälle, den Ansteckungsweg nachzuvollziehen. Die meisten Übertragungen seien auch in der vergangenen Woche im familiären und privaten Umfeld nachgewiesen und der "häuslichen Wohngemeinschaft", an zweiter Stelle folgten dann Infektionen am Arbeitsplatz. Die Zahl der Fälle in "medizinisch-pflegerischen Einrichtungen" sei in den zurückliegenden Wochen gesunken. Die Schließung von Kindergärten und Schulen haben zu weniger Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen geführt.

Laut Lagebericht befanden sich am Donnerstag 198 Infizierte und 202 Kontaktpersonen im Kreis in Isolation. Unter den 199 Neuinfizierten der vergangenen Woche sind 87 Männer und 112 Frauen.