Impulse für die Stadtteilarbeit

Johanna Hoegg

Von Johanna Hoegg

Sa, 23. Februar 2019

Lörrach

Die Stettener sind aufgefordert, mit der Dieter-Kaltenbach-Stiftung die Arbeit fürs Quartier neu zu beleben / Treffen am 14. März.

LÖRRACH. Die Dieter-Kaltenbach-Stiftung in Stettens Konrad-Adenauer-Straße möchte eine alte Tradition aufleben lassen: Die Stadtteilarbeit soll mit neuen Ideen wieder starten. Die sollen aber nicht primär vom Vorstand kommen, sondern von "den Stettenern": Schulen, Nachbarn, Vereine, Privatinitiativen sind nach ihren Wünschen gefragt. Eingeladen zum Gedankenaustausch sind alle Interessierte zu einem Treffen am 14. März, 18 Uhr im Christine Kaltenbach-Pavillon neben dem Zentrum für Spielen und Gestalten.

Vor rund zwei Jahrzehnten, als das Quartier Stetten Süd noch jung war, gehörten die Stadtteiltreffen fest zum Angebot der Kaltenbach-Stiftung. Vieles wurde damals angestoßen – beispielsweise der Spielplatz Krake, der Naturentdeckergarten, der freie Jugendtreff, der damals den vielen neu zugezogenen Russlanddeutschen eine Art Heimat bot. Den Folklore-Chor "Echo" gibt es seit damals. Inzwischen hat sich der Stadtteil weiter vergrößert, manche Probleme, die damals Kopfzerbrechen bereiteten, sind längst verschwunden. Neue Wünsche könnten sich aufgetan haben.

Vorstandsmitglied Frieder Kaltenbach und der für die Jugendarbeit zuständige Jan Funke erläuterten im Gespräch mit unserer Zeitung, wie die Stiftung Impulsgeber sein und die Vorstellungen und Wünsche der Stettener ermitteln könnte. Anregungen aus den verschiedensten Richtungen sind willkommen.

Beim ersten Treffen sind Kennenlernen und vier Themen-Schwerpunkte vorgesehen: Offene Angebote für Familien und Anwohner, Kulturangebote in Stetten, Sport- und Freizeitflächen, Verkehr und Infrastruktur. Gezielt eingeladen werden Schulen und Vereine. Mit Handzetteln will man auch in der Nachbarschaft aufmerksam machen auf die Möglichkeit, neue Dinge anzustoßen und sich mit den verschiedenen Möglichkeiten auf dem Gelände der Kaltenbach-Stiftung zu vernetzen. Das könnte für kleine Musikgruppen, für Familientreffs, ein sporadisches Bürgercafé oder Literaturlesungen gelten, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Gespannt ist man auf neue Ideen und eventuelle Bedürfnisse, die einige Zeit nicht formuliert wurden.

"Wir suchen nicht dringend neue Arbeitsfelder", sagt Frieder Kaltenbach. Man habe in der Stiftung auch eigene Ideen. Aber man wolle zunächst die Stimmungslage im Stadtteil Stetten erfassen und herausfinden, welche Interessen sich mit den Mitteln der Stiftung unterstützen ließen. Nach dem ersten Treffen will man ein Fazit erarbeiten und für eine zweite Runde im Wünsch-Dir-Was-Reigen je nach den Vorgaben Fachleute dazu laden oder praktische Hilfen angehen.