Nachdenken über den Gemeinsinn

Juliana Eiland-Jung

Von Juliana Eiland-Jung

Mi, 20. November 2019

Lahr

Aleida Assmann fordert in Lahr in der Stiftskirche einen Gesellschaftsvertrag über Formen des Umgangs und Anstands.

LAHR. Seit die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann zusammen mit ihrem Mann, dem Ägyptologen Jan Assmann, im vergangenen Jahr mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, ist die in Konstanz lebende Autorin einem größeren Publikum bekannt. Am Montagabend sprach Assmann vor gut 150 Zuhörern in der Lahrer Stiftskirche über "Gemeinsinn. Was ihn bedroht und was man für ihn tun kann".

Individueller und politischer Egoismus bedrohen den Gemeinsinn, der auf Menschenrechten, aber auch auf Menschenpflichten beruhe, so Aleida Assmann. Beispielhaft analysierte sie drei Phasen europäischer Politik und Selbstverständnisses: Im Kalten Krieg habe die Betonung der Traditionen des christlichen Abendlandes auch dazu gedient, eine Kontinuität zur Zeit vor dem Nationalsozialismus herzustellen.

Die Zeit ...

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