NATURALIE

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 02. Januar 2020

Gesundheit & Ernährung

Säuerlicher Salat: der Winterportulak

Okay, konzentrieren wir uns kurz: Gewöhnliches Tellerkraut, Postelein, Winterpostelein, Kubaspinat und Winterportulak sind alles Namen für dasselbe Tellerkraut, das einen ganz prächtigen Wintersalat abgibt. Mit dem Portulak, der auch unter Sommerportulak firmiert, ist der Winterportulak nicht mal verwandt. Besser merken kann man sich das, wenn man in der kalten Jahreszeit viel Winterportulak isst, da steckt nämlich gut Magnesium drin – das fördert die Hirnfunktionen. Das ursprünglich aus Nordamerika stammende Blattgemüse liefert zudem Kalzium, Eisen und Vitamin C in nennenswerten Mengen. Heute wird es auch bei uns angebaut, also eine perfekte regionale Nährstoffquelle. Die fleischigen, herzförmigen Blätter des Winterportulaks erinnern vom Geschmack her ein wenig an Feldsalat, vor allem die jungen schmecken leicht säuerlich. Sie haben ihre beste Performance als Salat, die älteren, dickeren Blätter dünstet man wie Spinat. Für einen Wintersalat einen 200-Gramm-Block Naturtofu würfeln und in 60 Milliliter Limettensaft, jeweils zwei Teelöffeln Chili und geräuchertem Paprika sowie etwas Salz und Pfeffer marinieren. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und bei 190 Grad für 30 Minuten backen, zwischendrin umrühren. Zwei Handvoll Winterportulak, den Tofu und zwei klein geschnittene Clementinen mit einem Dressing aus drei Teilen mildem Essig und einem Teil Ahornsirup verrühren.