NATURALIE

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 03. April 2021

Gesundheit & Ernährung

Er sorgt für Bluthochdruck. Er senkt den Blutdruck. Er macht impotent. Er steigert die Lust auf Sex. Er macht depressiv. Er wirkt aufmunternd. Er senkt das Risiko für Leber- und Rachenkrebs, steigert aber das für Blasenkrebs. Kaffee ist vermutlich das Lebensmittel mit der widersprüchlichsten wissenschaftlichen Datenlage. Was auch immer man den Samen der aus Afrika stammenden und heute weltweit in mehr als 50 Ländern angebauten Kaffeepflanze anhängen will – es findet sich sicher eine Studie dafür. Derzeit geht man davon aus, dass Kaffeekonsum mehr positive als negative Folgen für die Gesundheit hat, auch die Mär vom entwässernden Getränk ist widerlegt. Kaffeebohnen enthalten Koffein und wirken anregend, stimulierend bis erregend – je nach Dosis. Das Vitamin Niacin, inzwischen besser bekannt unter dem Namen Nicotinsäure, schützt unsere Zellen vor Schäden und hilft Haut, Muskeln und auch der DNA, sich zu regenerieren. Bis zu 400 Milligramm Koffein am Tag gelten für gesunde Erwachsene als gesundheitlich unbedenklich, das entspricht etwa vier bis fünf Tassen à 125 Milliliter Filterkaffee. Eine Folge regelmäßigen Kaffeegenusses ist eine gewisse psychische und physische, gesundheitlich wohl aber unbedenkliche Abhängigkeit von dem Stimulans. Tipp für besonders Müde: Weil Koffein auch schon über die Mundschleimhaut aufgenommen wird, wirkt Kaffee schneller, wenn er vorm Runterschlucken kurz im Mund bleibt.