Fast jeder "Spatz" lernt fliegen

Ralf Burgmaier

Von Ralf Burgmaier

Sa, 18. Juli 2015

Offenburg

Seit 20 Jahren hilft die Freie Schule Spatz mit ihrem reformpädagogischen Ansatz verhaltensoriginellen Kindern und Jugendlichen.

OFFENBURG. Die Prinz-Eugen-Straße 4 ist ein Platz für seltene Arten. Unterm Dach des ehemaligen Kasernengebäudes hat sich eine Kolonie Alpensegler eingenistet. Nördlich der Alpen sind diese mit den Mauerseglern verwandten, aber größeren geschickten Flieger erst neu eingewandert. Im Erdgeschoss befinden sich die Spatzen. So nennt Jutta Kraus die hier betreuten 24 Kinder und Jugendlichen. Am Dienstag, 28. Juli, feiert die Freie Schule Spatz, dass sie seit 20 Jahren als einzige Alternativschule Deutschlands "verhaltensoriginelle" Kinder betreut.

Alpensegler sind die Könige der Lüfte. Im Schwarm schießen die großen Vögel auf der Jagd nach Insekten pfeilschnell um die Ecken des Blocks. Der Schwerkraft lachen sie Hohn. So klingen jedenfalls ihre Rufe. Die "Spatzen" im Erdgeschoss müssen dagegen erst einmal lernen, was Schwerkraft ist. Die meisten Kinder und Jugendlichen kommen traumatisiert in die Schule, sind in Einzelfällen schon bis zu sechs Mal von Regelschulen und selbst Einrichtungen der Erziehungshilfe geflogen. Die meisten haben Gewalterfahrungen gemacht, konnten deshalb ...

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