Blockade der UBS

Klima-Aktivisten in Basel werden freigelassen

sda

Von sda

Mi, 10. Juli 2019 um 11:01 Uhr

Basel

19 Personen wurden am Montag in Basel festgenommen. Sie blockierten die Filiale der UBS am Aeschenplatz. Die Polizei hat Strafverfahren eingeleitet.

Nach der Räumung einer Klimaprotest-Aktion vom Montag vor einem Basler UBS-Bürogebäude haben die Behörden 19 Personen wegen Verdachts auf Straftaten vorläufig festgenommen. Aus der Region ist kaum jemand darunter. Bis am Mittwochabend sollen alle wieder frei sein, hieß es am Vormittag in einer Mitteilung der baselstädtischen Staatsanwaltschaft.

Nach der Blockadeaktion habe man die 19 "einer Personenkontrolle unterzogen". Inzwischen seien Strafverfahren eingeleitet worden wegen des Verdachts auf Nötigung, Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs sowie Hinderung einer Amtshandlung. Die Ermittlungen und Untersuchungen seien aufwändig, hieß es weiter. Erste Tatverdächtige seien am Dienstagabend wieder frei gelassen worden, die übrigen sollen nach weiteren Vernehmungen im Laufe des Mittwochs entlassen werden. Laut Staatsanwaltschaft wohnen von den 19 "mutmaßlichen Tätern" nur zwei in der Agglomeration Basel. Fünf haben einen Schweizer Pass. Neun sind Deutsche, zwei Finnen sowie je jemand aus den USA, Österreich und Griechenland. Von den 19 Angehaltenen zwischen 19 und 37 Jahren sind sieben Frauen.

Protest gegen Finanzierung klimaschädlicher Aktivitäten

Am Montagmorgen hatten wie berichtet mehrere Dutzend junge Leute nach Greenpeace-Vorbild mit weißen Overalls, Transparenten und symbolischen Requisiten die Eingänge des UBS-Baus beim Aeschenplatz besetzt, synchron mit einer ähnlichen Aktion in Zürich. Die Großbank, auf deren Privatgrund sich das meiste abspielte, stellte einen Strafantrag, die Polizei mahnte die Teilnehmer, bis 14.15 Uhr zu gehen. Als letztere dem Aufruf nicht Folge leisteten, wurde die mit einer intensiven Social Media-Kampagne begleitete Blockade geräumt. Die Proteste richteten sich gegen die Finanzierung klimaschädlicher Aktivitäten weltweit durch Schweizer Großbanken. Auch kapitalismuskritische Parolen waren zu sehen. Konkret forderte die Aktivisten-Gruppe vom Schweizer Finanzplatz den sofortigen Ausstieg aus der Finanzierung von Kohle-, Öl- und Gasförderung.