Naturalie

Die Schwarzwurzel stärkt die Darmflora

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 05. Dezember 2019 um 11:14 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Wer sich an eine Schwarzwurzel heranwagt – und das ist absolut zu empfehlen – sollte das mit einer klugen Vorsicht tun. Daher lautet die erste Regel: Gummihandschuhe anziehen beim Schälen.

Sonst rächt sich das unter dem Namen Winterspargel populär gewordene Wurzelgemüse nämlich, in dem es die Hände verklebt und bräunlich verfärbt. Daher lautet die erste Regel: Gummihandschuhe anziehen beim Schälen.

Oder man verlegt den Akt in eine mit Essigwasser gefüllte Schüssel, sollte dabei aber permanent Hände und Schwarzwurzel im Wasser behalten. Der Aufwand lohnt, denn die Schwarzwurzel hat ein unvergleichlich nussig-würziges Aroma. Von der iberischen Halbinsel aus gelangte sie im 17. Jahrhundert zu uns und wird vor allem in Frankreich und Belgien als Delikatesse geschätzt.

Die Schwarzwurzel steckt voller Ballaststoffe, vor allem Inulin, das die nützlichen Darmbakterien gerne futtern. Zudem liefert sie üppige Mengen an Kalzium und Phosphor, die beide eine tragende Rolle bei der Festigkeit von Knochen und Zähnen spielen, sowie die Vitamine C und E sowie Folsäure. Das enthaltene Kalium wirkt entwässernd.

Fans genießen die Schwarzwurzel gerne gedünstet. Auch fein: Suppe. Dafür eine kleingehackte Zwiebel andünsten, 400 Gramm Schwarzwurzeln in Stücken und 100 Gramm Kartoffeln zugeben, mit 800 Milliliter Gemüsebrühe aufgießen, aufkochen und etwa 15 Minuten köcheln, bis das Gemüse weich ist. Pürieren und je nach Konsistenzwunsch etwa 100 bis 200 Milliliter Pflanzendrink unterrühren. Mit Zitrone und Knoblauch abschmecken. Perfektes Topping: gebratene Champignons.