NATURALIE

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mi, 06. November 2019

Gesundheit & Ernährung

Süße Vintage-Wurzel: die Pastinake

Sie ist das Opfer eines Food-Trends geworden: Als vor 300 Jahren die Kartoffel ihren großen Auftritt in Europa hatte, wollte plötzlich kaum noch einer eine Pastinake auf dem Teller haben. Dabei hat das stärkehaltige Wurzelgemüse schon die Menschen im Römischen Reich gesättigt und war über viele Jahrhunderte lang eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Geschmacklich befindet sich die Pastinake irgendwo zwischen Karotte und Kartoffel. Ihre Süße kommt vom enthaltenen Zucker, sie ist jedoch eher kalorienarm. In der Pastinake stecken viermal mehr Vitamin C und Kalium als in der Karotte. Vom Kalium profitieren vor allem Muskeln und Nerven, es wirkt zudem entwässernd. Ätherische Öle sorgen für den leicht würzigen Geschmack der gelblich-weißen Wurzel, sie haben auch eine antibakterielle Wirkung. Eine ordentliche Portion B-Vitamine, Kalzium, Phosphor und Magnesium machen Pastinaken zu einem prima Nährstoffpaket für die Wintermonate. Kaufen Sie am besten kleine Exemplare, große sind oft faserig.
Für ein cremiges Püree eine Zwiebel kleinschneiden und rösten, fünf in Stücke geschnittene Pastinaken dazugeben und ein paar Minuten mitdünsten. Mit 250 bis 300 Milliliter Hafer- oder Sojadrink ablöschen und etwa zehn Minuten köcheln. Die Pastinaken mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Für weniger Süße im Püree einen Teil der Pastinaken durch Kartoffeln ersetzen.