NATURALIE

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mi, 12. Februar 2020

Gesundheit & Ernährung

Perfektes Eiweißprofil: die Sojabohne

Als Sojasoße hat sich die Sojabohne in den hiesigen Gefilden einen gewissen Namen gemacht. Auch Tofu und Tempeh werden aus der Hülsenfrucht hergestellt und, seit einigen Jahren bei uns immer beliebter, ebenso Sojadrinks, Sojageschnetzeltes oder Miso. Für diese übrigens hervorragend für deftige Suppen geeignete Würzpaste werden Sojabohnen vergoren. Als Gemüse finden sie bei uns jedoch kaum Verwendung, was schade ist. Seit einigen tausend Jahren schon nutzt der Mensch die Sojabohne, die größten Produzenten der weltweit wichtigsten Ölsaat sind heute die Vereinigten Staaten, Brasilien und Argentinien. Die kleine cremeweiße Bohne enthält viele Ballaststoffe, besteht zu mehr als einem Drittel aus Eiweiß und liefert alle acht für den Menschen essentiellen – also lebenswichtigen – Aminosäuren. Das pflanzliche Eiweiß kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, da es das schädliche LDL-Cholesterin reduziert. In Sojabohnen stecken zudem B-Vitamine, Eisen, gut 20 Prozent Fett und sogenannte Phytoöstrogene, pflanzliche Stoffe mit einer hormonähnlichen Wirkung. Über deren positive und negative Wirkungen beim Sojakonsum streiten Forscher, bewiesen ist nichts. Getrocknete Sojabohnen über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag mit der vierfachen Menge frischen Wassers kurz aufkochen und dann zugedeckt etwa eine Stunde bei kleiner Hitze köcheln lassen. Salzen, beliebig würzen und als Beilage genießen.