Erklär’s mir

Was ist ein Industriedenkmal?

Peter Disch

Von Peter Disch

Mo, 22. Juni 2020 um 15:26 Uhr

Erklär's mir

Ein Denkmal soll dafür sorgen, dass die Leute Wichtiges, dass früher mal passiert ist, nicht vergessen. Ein Denkmal kann unterschiedlich aussehen.

Es gibt Statuen von wichtigen Menschen. Oder Kunstwerke, die an Ereignisse aus der Vergangenheit erinnern. Ein Denkmal kann aber auch ein Gebäude sein, das typisch ist für eine bestimmte Zeit. Die Industrialisierung zählt dazu. Damals übernahmen neu erfundene Maschinen Arbeiten, die die Menschen bis dahin von Hand erledigten. Ein Beispiel dafür sind Webstühle oder Spinnmaschinen. Mit ihnen wurden Stoffe oder Garne hergestellt. Alle Fabriken zusammen, in denen das passiert, nennt man "Industrie". Eine dieser Fabriken gab es auch in der Stadt Offenburg. 2007 wurde sie geschlossen und abgerissen. Nur das Kesselhaus, in dem früher die Energie entstand, die die Maschinen antrieb, gibt es noch. Es soll als Denkmal an diese Industrie erinnern. Viele Industriedenkmäler werden immer noch genutzt – für Konzerte, als Gaststätte, Büros oder Räume, in denen Künstler Bilder malen. Damit sind sie nicht nur schön anzuschauen, sonder immer noch nützlich.