"Erstaunt, was man in Europa alles sehen kann"

Di, 03. September 2019

Schülertexte

ZISCHUP-INTERVIEW mit der Freiburger Radreisen-Beraterin Stephanie Reisenberger übers Urlauben auf zwei Rädern.

Die meisten Menschen fahren mit dem Auto in den Urlaub. Viele fliegen auch. Es gibt aber auch die Möglichkeit, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Stephanie Reisenberger, Kundenberaterin im Freiburger Reisebüro Radreisen, tüftelt für ihre Kunden Urlaube aus, in denen geradelt wird. Yannah Bar aus der Klasse 8.2 des Evangelischen Montessori-Schulhauses in Freiburg, hat sie zu ihrem Job befragt.

Zischup: Frau Reisenberger, in wie vielen Ländern waren Sie schon?
Reisenberger: Das ist eine recht schwierige Frage. Mittlerweile leben wir in einer so globalen Welt. Ich war in Europa schon in ziemlich vielen Ländern und bin immer wieder erstaunt, was man in Europa alles sehen kann – die unterschiedlichen Landschaften und Kulturen. Aber auch außerhalb von Europa bin ich unterwegs. Zum Beispiel war ich in Neuseeland und Kenia. Mit Biketeam war ich darüber hinaus auf einer Radreise in Vietnam, das war auch richtig klasse.
Zischup: In welches Land wollen Sie noch reisen?
Reisenberger: Ich würde ganz gerne irgendwann nach Südamerika reisen, weil es ein Gebiet ist, wo ich noch gar nicht war. Gerne Richtung Chile, Peru – oder dann noch weiter nach Patagonien runter, das würde mich sehr reizen.
Zischup: Macht Ihnen Ihr Job denn Spaß?
Reisenberger: Ja, er macht mir ganz, ganz viel Spaß!!
Zischup: Gibt es ein besonders schönes Erlebnis, das Ihnen bei Ihrer Arbeit in Erinnerung geblieben ist? Zum Beispiel beim Beraten von Kunden?
Reisenberger: Das sind für mich die Momente, wenn man ein positives Feedback bekommt. Entweder weil die Teilnehmer begeistert von einer Reise zurückkehren oder weil sie mit meiner Reiseberatung zufrieden sind. Man spürt es auch selber, wenn man mit viel Lust und Leidenschaft bei der Arbeit ist.
Zischup: Was war Ihr schlechtestes Erlebnis?
Reisenberger: Das kommt zum Glück sehr selten vor. Das kann etwa dann passieren, wenn ein Teilnehmer auf einer Reise nicht das wiederfindet, was er sich vorgestellt hat. Darum halte ich es auch für ganz wichtig, die Kunden zu fragen und zu interviewen, was Sie gerne machen würden. Nur so kann man den Kunden ein gutes Angebot machen.
Zischup: Macht es Ihnen Spaß, die ganze Zeit vor dem Computer zu sitzen?
Reisenberger: Ich bin sehr gerne in der Natur unterwegs, zum Beispiel mit dem Fahrrad. Aber ich arbeite auch gerne in unserem Büro. Wir haben ein sehr sympathisches Team.
Zischup: Können Sie fließend Englisch? Und weitere Sprachen?
Reisenberger: Ich spreche Englisch, Spanisch und ich habe auch Französisch früher gelernt.
Zischup: Wissen Sie schon, wo Ihr nächstes Reiseziel liegt?
Reisenberger: Es wird innerhalb von Europa sein, weil ich einen kleinen Sohn habe, und wir mit ihm noch nicht so lange fliegen möchten. Aber wir wollen Richtung Skandinavien gehen.
Zischup: Was denken Sie, was man braucht, um in diesem Job gut zu sein?
Reisenberger: Man sollte aufgeschlossen sein und sich in den Kunden gut hineinversetzen können. Das braucht es für eine gute Beratung. Außerdem braucht es natürlich geografische Kenntnisse.
Zischup: Wie lange ging die Ausbildung? Wo haben Sie sie gemacht?
Reisenberger: Ich habe Tourismusbetriebswirtschaft studiert in Ravensburg, das ging sechs Semester lang. Danach war ich bei einer Gemeinde im Schwarzwald und einer touristischen Werbeagentur. Seit 2015 bin ich bei Biketeam.
Zischup: Welche Reise würden Sie mir empfehlen?
Reisenberger: Erst würde ich dich fragen, ob du lieber mit dem Trekkingbike, Mountainbike oder Rennrad unterwegs bist. Dann würde ich dich fragen, was du gerne machst und was zu dir passt. Dann mache ich dir ein gutes Angebot!