RATSNOTIZEN

Bettina Schaller

Von Bettina Schaller

Sa, 17. April 2021

Friesenheim

OBERWEIER

"Fünf Mitarbeiter mehr"

In der Frageviertelstunde des Ortschaftsrats ist es erneut um den Brunnen in der Oberweierer Talstraße gegangen. Wie so oft sorgte sich Peter Pilgrim (CDU) um den Brunnen, der von fremden Menschen mit Kanistern umlagert werde, die Wasser für eigene Zwecke zapften. Ortsvorsteher Bix bat Pilgrim um Geduld, da, wie bereits im Ortschaftsrat beschlossen, Haushaltsmittel eingestellt worden seien, um das Problem zu entschärfen. Bix bemühte ein Zitat des Friesenheimer Bauamtsleiters Markus Reinbold: "Gebt mir fünf Mitarbeiter mehr" – und im Bauamt käme man schneller zu Potte.

Dauerthema Hundekot

Auch das Dauerthema und die Frage nach mehr Hundekotbeutelstationen hat Peter Pilgrim erneut vorgebracht. Ortsvorsteher Andreas Bix verwies auf seine laufenden Bemühungen, den Stand der Dinge zu erfassen. Er will zusammentragen, wie viele Dogstationen wo stehen, wie viele Papierkörbe es gibt und wo sich die Lauftstrecken der Hundebesitzer befinden. Daraus könne ein Sollwert formuliert werden. An Richard Kopf (FW) gerichtet, sagte Bix aber auch: "Ich kann nicht an jeden Rebpfosten einen Abfallbehälter stellen." Kopf hatte sich häufig darüber beklagt, dass Hundebesitzer die Kotbeutel einfach in die Reben werfen. "Dann können sie gleich den Hund in die Landschaft machen lassen", reüssierte Pilgrims Fraktionskollege Julius Haas.

Kein BMX-Kick mehr?

Keine Hügel für große Sprünge? So sehen das laut Peter Pilgrim zumindest jugendliche BMX-Radfahrer. Auf dem 2014 eingeweihten BMX-Platz in Oberweier biete sie keinen Kick mehr. Pilgrim fragte nach, ob das an der 2019 angebrachten Schranke liege. Diese war notwendig geworden, weil Autos und laute Musik die Anwohner auf die Palme gebracht hatten. Um Vermüllung und Lärmbelästigung Abhilfe zu schaffen, sah sich der Ortschaftsrat gezwungen, die Schranke anzubringen, erklärte Richard Kopf (FW). Der Tenor der Jugendlichen sei, "da könnt ihr den Opa drüber fahren lassen", so Kopf, und deshalb, so scheine es, lege mancher BMX-Freak seine Halfpipe im privaten Garten an. Ortsvorsteher Andreas Bix erinnerte daran, dass im Gremium nie die Rede von einer professionellen Anlage gewesen sei. Sie wäre auch gar nicht finanzierbar gewesen. Vor sieben Jahren habe man sich für einen Naturhügelaufbau entschieden, die seinem Gefühl nach angenommen werde.

Geklaute Ostereier

Über die Entwendung der Holz-Ostereier, die als Ostergruß am Ortseingang angebracht waren, hat sich Ortsvorsteher Andreas Bix geärgert, ebenso über den Diebstahl einer Blumenschale aus dem Kreisverkehr. "Ehrenamtlich wird der Blumenschmuck aufgestellt, und ich kann nicht nachvollziehen, warum den jemand einfach mitnimmt. Das ist ärgerlich."

SCHUTTERTAL

Neues Baugebiet

Der Gemeinderat Schuttertal hat die Aufträge vergeben für die Erstellung des Bebauungsplans Kappelberg IV in Dörlinbach. Er war Ende 2019 beschlossen worden. Für das 3400 Quadratmeter große Baugebiet soll neben dem Bebauungsplan durch das Planungsbüro Fischer eine artenschutzrechtliche Prüfung durch das Büro Bioplan erfolgen und ein Entwässerungskonzept erstellt und die geplanten Erschließungsanlagen geprüft werden. Für die Gemeinde entstehen Gesamtkosten von rund 21 000 Euro.

Kommandant bestätigt

Bei den Wahlen der Gesamtwehr Schuttertal wurde Kommandant Achim Zehnle für eine weitere Amtszeit einstimmig bestätigt, ebenso sein Stellvertreter Frank Wangler. Wiedergewählt wurde auch Simon Spitz als Abteilungskommandant Schweighausen. Sein Stellvertreter ist Johannes Neumaier. Der Gemeinderat stimmte den Wahlen zu.

Raum für die Minis

Die Ministranten in Schuttertal sollen einen Jugendraum erhalten. Dafür soll die Garage am Pfarrhaus umgebaut werden. Da dort die Parkmöglichkeiten wegfallen, entstehen vor dem Gebäude zwei überdachte Stellplätze für die dort lebenden indischen Pater und ein nicht überdachter Platz für Besucher. Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben zu. Benedikt Himmelsbach (Freie Wähler) begrüßte den Umbau: "Wir haben eine große Ministrantengruppe. Ich sehe den Jugendraum deshalb als sehr wichtig für die Jugendarbeit, die von der Kirche begleitet wird." SCHUTTERZELL

Über 800 Einwohner

Die Einwohnerzahl von Schutterzell hat im vergangenen Jahr um 45 Menschen zugenommen. Der zweitkleinste Neurieder Ortsteil hat damit zum ersten Mal die 800er Marke überschritten. Ortsvorsteher Thomas Eble stellte im Ortschaftsrat die Jahresstatistik vor (in Klammern die Vorjahreswerte): Geburten 5 (5), Sterbefälle, 6 (4), Zuzüge 81 (50), Wegzüge 48 (48). Im Kindergarten sind derzeit alle 37 Plätze belegt, für das Kindergartenjahr 2022/23 können nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden, bedauerte Eble.