Volta Nord

Schule, Freizeit, Kultur: Früheres Basler Coop-Areal wird neu belebt

sda

Von sda

Mo, 21. September 2020 um 08:31 Uhr

Basel

26.000 Quadratmeter Nutzfläche stehen im Entwicklungsgebiet Volta-Nord in Basel zur Verfügung. Nun wird die Nutzung konkreter: Schule, Freizeit und Kultur machen den Anfang.

Schule, Freizeit und Kultur machen den Anfang bei der Belebung des Entwicklungsgebiet Volta Nord im nördlichen Zipfel des St. Johann-Quartiers im Basler Westen. In den ehemaligen Räumen der Großbäckerei und des Verteilzentrums von Coop stehen gut 26.000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Für die im Rohbau fertiggestellte 3000 Quadratmeter große Eventhalle sucht Immobilien-Basel-Stadt noch einen Betreiber, wie Vertreterinnen der kantonalen Behörden bei einem Medienrundgang durch das neue Kultur- und Gewerbehaus sagten. Auch bei anderen möglichen Veranstaltungsräumlichkeiten seien ursprüngliche Interessenten wegen der Corona-Krise abgesprungen.

Andernorts haben künftige Nutzer der weitläufigen Räumlichkeiten an der Elsässerstraße bereits deutliche Spuren hinterlassen. So steht zum Beispiel die riesige Indoor-Kletterlandschaft von Boulderloft Basel kurz vor ihrem letzten Schliff. Wie die zwölf Band-Proberäume des Vereins Lucubra soll sie Anfang Dezember in Betrieb gehen. Andere Nutzer wie das Alevitische Kulturzentrum der Region Basel stehen ebenfalls bereits fest. Rund 30 Prozent der Räume des "Elys" genannten Hauses – eine Wortkreation aus den Anfangsbuchstaben Elsässer- und Lysbüchelstraße – seien bereits vermietet, weitere 30 Prozent reserviert, hieß es auf dem Medienrundgang.

Klassisches Gewerbe reagierte zurückhaltend

Sehr zurückhaltend auf die Ausschreibung der Räumlichkeiten habe das klassische Gewerbe reagiert, sagte die Vertreterin von Immobilien Basel-Stadt. Die Vertreterin des Hochbauamts hob hervor, dass für den Umbau das Suffizienz-Prinzip maßgebend gewesen sei, also die Wiederverwendung und das Recycling alter Bauteilen wie Fenster oder Fassadenverschalungen. Die Zurückhaltung beim Umbau soll auch günstige Mieten garantieren. Die Umwandlung des ehemaligen Gewerbe- und Industrieareals in ein Mischnutzungsgebiet für Wohnen, Kultur, Gewerbe und Industrie war politisch umstritten. Vor allem der Basler Gewerbeverband hatte sich dagegen gewehrt. In einer Volksabstimmung Ende 2018 wurde der Bebauungsplan aber klar angenommen.