Südbadischer Büromöbelproduzent

Sedus Stoll schließt Verlust nicht aus

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Do, 28. Mai 2020 um 14:11 Uhr

Wirtschaft

Der südbadische Büromöbelproduzent Sedus Stoll hat im vergangenen Jahr einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet. Eine Prognose für 2020 will der Vorstand angesichts von Corona nicht abgeben.

Das Unternehmen sieht sich für den Umgang mit der Krise gut gerüstet, doch geht die Sedus-Stoll-Führung davon aus, dass die "Auswirkungen der Pandemie das Krisenjahr 2009 noch übertreffen können." Die angestrebten Jahresziele könne man nicht mehr erreichen, ein Verlust sei nicht ausgeschlossen. Die Auftragseingänge in den Monaten April und Mai seien in der Branche deutlich unter den Werten des Vorjahres gelegen. Allerdings sind die Kundensegmente unterschiedlich betroffen. In der Sparte Industrie sei die Entwicklung stark rückläufig, bei den Versicherungen gebe es dagegen kaum Veränderungen.

Eine Jahresprognose will der Vorstand nicht abgeben, zu unsicher seien die Rahmenbedingungen. Im geringen Umfang werde auch kurz gearbeitet, wie das Unternehmen auf Anfrage der BZ mitteilte.

Der Umsatz lag 2019 bei 210,1 Millionen Euro – 2,2 Millionen Euro weniger als im Rekordjahr 2018. Trotzdem hat der Büromöbelproduzent nach eigenen Angaben Marktanteile hinzugewonnen. Der Jahresüberschuss sank von 9,8 Millionen Euro auf 7,8 Millionen Euro. Die Ursachen für die Rückgänge sieht Sedus Stoll im schlechteren weltwirtschaftlichen Umfeld, das von Handelskonflikten und der Brexit-Diskussion geprägt gewesen sei.

Investiert wurden 2019 13,8 Millionen Euro (Vorjahr: 15,8 Millionen Euro). Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich von 935 auf 957 (ohne Azubis), davon 548 in Dogern.