Interview zur Corona-Pandemie

Soziologe Hartmut Rosa: "Das Weltverhältnis ist gestört"

Michael Baas

Von Michael Baas

Di, 22. September 2020 um 18:07 Uhr

Lörrach

BZ-Plus Hartmut Rosa ist ein gefragter Gesellschaftstheoretiker. Er spricht im Interview über die Corona-Pandemie und die Verlangsamung der Welt. Diese Woche referiert der Soziologe in Lörrach.

Die Corona-Pandemie verunsichert Menschen und Gesellschaften weltweit. Doch die erzwungene Entschleunigung und Unterbrechung von Routineabläufen kann auch eine Chance sein, findet der Soziologe Hartmut Rosa. Durch seine Forschungen zur Moderne, zum Phänomen der Beschleunigung und seiner Soziologie der Weltbeziehungen ist er in der Krise ein viel gefragter Gesellschaftstheoretiker. Michael Baas hat anlässlich eines Vortrags in Lörrach mit ihm gesprochen.
BZ: Herr Rosa, die Corona-Pandemie dominiert seit Monaten unseren Alltag. Nun starren viele auf die zweite Welle wie ein Kaninchen auf die Schlange. Wie bewerten Sie die Situation als Soziologe?
Rosa: Die Situation ist für die Soziologie so neu wie für alle. Zwar gab es in der Vergangenheit auch Pandemien. Aber die Möglichkeiten zur Information, zur politischen, medizinischen und wissenschaftlichen Reaktion sind umfassend wie nie. Insofern ist die Konstellation historisch einmalig. Da gibt es nicht das perfekte Modell, das zeigt, ...

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