Corona-Krise

Trotz hoher Inzidenz: Vorerst keine Ausgangsbeschränkungen mehr im Ortenaukreis

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 11. Februar 2021 um 18:05 Uhr

Offenburg

Die Ortenau nutzt eine "Kann"-Vorgabe des baden-württembergischen Sozialministeriums: Der Kreis verzichtet trotz eines relativ hohen Inzidenzwerts auf neuerliche Ausgangsbeschränkung.

Trotz eines Inzidenzwertes von 66,1 am Donnerstag und neun weiteren vom Landesgesundheitsamt gemeldeten Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19 sind laut Landratsamt weitere nächtliche Ausgangssperren im Ortenaukreis nicht erforderlich. Landrat Scherer verweist auf die extensive Teststrategie im Kreis. Zudem seien Kontaktverfolgungen nach wir vor möglich.

Landrat Frank Scherer: "Es ist gut, dass trotz einer 7-Tage-Inzidenz von noch über 50 auch die Menschen im Ortenaukreis nun ein wenig mehr Freiheit zurückerhalten können, weil unser Gesundheitsamt aufgrund seiner konsequenten Kontaktpersonennachverfolgung und einer extensiven Teststrategie im Ortenaukreis einen besonders guten Überblick über das Infektionsgeschehen hat und wir davon ausgehen können, dass die weitere Eindämmung der Verbreitung des Virus nicht allein durch den Wegfall der Ausgangssperre erheblich gefährdet wird."

Der Landrat appelliert dennoch eindringlich an die Bevölkerung, sich weiter so vernünftig zu verhalten und die geltenden Regeln zu beachten, um die zurückgewonnene Freiheit und weitere Lockerungen in den nächsten Wochen nicht zu gefährden."


Aktuell befinden sich in der Ortenau 14 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung, drei von ihnen müssen invasiv beatmet werden. Von 78 Intensivbetten im Kreis sind derzeit elf frei.
Die vollständige Begründung des Ortenaukreises gibt es unter http://mehr.bz/ausgangssperre-ortenau

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