Statistik für den Monat August

Trotz steigender Arbeitslosigkeit herrscht in Freiburg weiterhin Arbeitskräftemangel

Die Arbeitslosenquote in der Region Freiburg im vergangenen Monat war die höchste in einem August seit 19 Jahren. Trotzdem: In vielen Branchen herrscht weiter Arbeitskräftemangel.  

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Zwar steigt die Zahl der Arbeitslosen,... dennoch sind zahlreiche Stellen frei.  | Foto: HWK FR/Sina Graziani-Leppert
Zwar steigt die Zahl der Arbeitslosen, doch nach wie vor herrscht Fachkräftemangel. Die Handwerkskammer meldet einen Rekord an Ausbildungsverträgen – und dennoch sind zahlreiche Stellen frei. Foto: HWK FR/Sina Graziani-Leppert

17.166 Menschen waren zum Stichtag in der Stadt Freiburg sowie den Nachbarkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald arbeitslos gemeldet. Das teilt die Agentur für Arbeit Freiburg für ihren Bezirk mit. Das sind 803 mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Punkte auf 4,4 Prozent. "Das ist seit 2006 die höchste Arbeitslosenzahl in einem Monat August", heißt es in der Pressemitteilung. Weil aber gleichzeitig die Beschäftigung seither um rund 38 Prozent gestiegen sei, bleibe die Arbeitslosenquote noch immer auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Der Anstieg habe überwiegend saisonale Gründe, sagt Alexander Merk, Vorsitzender der Geschäftsführung der Freiburger Arbeitsagentur: Junge Leute, Lehrkräfte und Erzieherinnen meldeten sich zu Ferienbeginn noch einmal arbeitslos, Betriebe stellten weniger ein, und auch die Konjunktur schwächle. Gleichzeitig gebe es unverändert Engpässe bei Arbeitskräften. 4560 offene Stellen gibt es laut Arbeitsagentur bei den Unternehmen der Region. Davon sind im August 1.066 neu gemeldet worden – das sind 0,2 Prozent weniger als noch im Juli, aber 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Den größten Bedarf gebe es bei unternehmensnahen Dienstleistungen (285 neu gemeldete Stellen), freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (240), im Gesundheits- und Sozialwesen (128), Handel (94), verarbeitenden Gewerben (85), in der öffentlichen Verwaltung (70). Zum Vergleich: Im August 2023 waren 5939 Stellen unbesetzt.

In Freiburg waren 11.404 Männer und Frauen arbeitslos. Das waren 589 mehr als im Juli. Die Quote stieg folglich um 0,3 Punkte auf 4,9 Prozent. Auch im Vergleich zum August 2024 erhöhte sich die Arbeitslosenquote um 0,3 Punkte. Insgesamt sind in der Stadt 142.155 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Gleichzeitig meldet die Handwerkskammer zum Start ins aktuelle Ausbildungsjahr 2560 neue Verträge, davon 384 in Freiburg (plus 8,8 Prozent), 587 im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (plus 7,9 Prozent) und 347 im Landkreis Emmendingen (plus 7,1 Prozent). "Ob Energiewende, Digitalisierung, Versorgung mit Lebensmitteln und Gesundheitsprodukten oder modernes Bauen: Handwerkerinnen und Handwerker gestalten aktiv die Zukunft", sagt Christof Burger, Präsident der Handwerkskammer. Die Möglichkeiten, eigene Zukunftspläne zu verwirklichen, seien im Handwerk so groß wie nie. Auch jetzt seien noch zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt. Allein die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Freiburg liste knapp 140 freie Stellen.

Service der Handwerkskammer: www.lehrstellen-radar.de; hwk-freiburg.de/ausbildungsstart

Schlagworte: Christof Burger, Alexander Merk

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