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Via Handy können Fahrgäste nun schauen, wann ihr Bus ankommt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 03. September 2020 um 05:55 Uhr

Kreis Lörrach

Die SWEG ermöglicht Zugriff auf Echtzeitdaten in der Region Lörrach-Weil am Rhein. An 57 Haltestellen im Landkreis sollen Anzeigetafeln montiert werden. Die Anregung dazu kam aus Weil am Rhein.

Nutzer der Busse in der Region Lörrach-Weil am Rhein können sich ab sofort ganz aktuell über die Ankunfts- und Abfahrtszeiten informieren. Auf Initiative der Stadt Weil hat die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) eine neue Technik in den Bussen umgesetzt, die den Abruf von Echtzeitdaten ermöglicht, teilt das Unternehmen mit.

Dafür wurden für die gesamte Busflotte des örtlichen SWEG-Verkehrsbetriebs neue Bordrechner angeschafft und installiert. Mittels eines GPS-Senders können die Busse ganz genau lokalisiert und somit die Echtzeitdaten erstellt werden. Diese werden an die Datendrehscheibe der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) geliefert, die sie wiederum in Fahrplanauskünfte wie http://www.efa-bw.de oder die App bwegt einspeist. "Die Fahrgäste können sich nun aktuell über die Abfahrtszeiten via Handy informieren", erklärt Rudolf Koger, Bürgermeister der Stadt Weil am Rhein.

Der Landkreis hat die Förderanträge gestellt

Die Multifunktionsgeräte der Firma IVU Traffic Technologies AG befinden sich vorne beim Busfahrer und sind zusätzlich moderne Fahrscheindrucker mit Touchscreen. Dank der neuen Hardware, die in das Betriebsleitsystem der SWEG integriert wurde, hat die Busleitstelle die Fahrzeuge ebenfalls genau im Blick.

Künftig möglich wäre damit auch die Anzeige der Echtzeitdaten an den Bushaltestellen. Dafür müssten dort zunächst Anzeigesysteme installiert werden. Der Landkreis Lörrach habe dazu die Förderanträge gestellt, teilt Pressesprecher Thorsten Wrobel auf Anfrage mit. Geplant seien 89 Anzeigen, diese verteilen sich auf 57 Haltestellen in 23 Kommunen. Die Tiefbaukosten sowie die Kosten für Software und Betrieb schätzt der Kreis auf rund 1,8 Millionen Euro. Neben dem Landeszuschuss könne auch der Kreis einen Zuschuss geben, den Rest müssen die Gemeinden finanzieren.

Die Städte warten darauf, dass es los geht

Weil am Rhein hat bereits 115.000 Euro für vier bis fünf Tafeln in den Haushalt eingestellt, teilt Pressesprecherin Junia Folk mit. Nun werde auf das Ergebnis der Zuschussanträge des Kreises gewartet. In Lörrach sollen zunächst der Busbahnhof und der Bahnhof Brombach ausgerüstet werden, teilt Pressesprecherin Jacqueline Grundig mit. Die genaue Anzahl werde abhängig von den Kosten und Fördermitteln noch festgelegt. Mittel seien bereits in den Haushalt eingestellt.

Die Anregung zur Einrichtung eines Fahrgastinformationssystems geht übrigens auf einen Vorstoß aus Weil am Rhein zurück, wie Bürgermeister Rudolf Koger in Erinnerung ruft. Als der Kreis im Rahmen seines neuen Nahverkehrsplans vor allem ländliche Strecken stärkte, brachte Weil am Rhein auch eine Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs in städtischen Gebieten ins Gespräch. 2017 entstand so der Vorschlag ein Fahrgastinformationssystem zu installieren, wie man es in Weil am Rhein schon seit 2014 von den Tramstationen her kannte.