Von den Altertums- bis zu den Nanowissenschaften

Ansgar Taschinski

Von Ansgar Taschinski

Fr, 10. Januar 2020

Basel

Mehrere tausend Gymnasiasten, auch aus dem grenznahen Südbaden, haben sich am Donnerstag über das Studienangebot der Universität Basel informiert.

BASEL. Schülerinnen und Schüler konnten am Donnerstag beim Informationstag Bachelor das umfangreiche Studienangebot der Universität Basel kennenlernen. Ob Natur-, Wirtschafts- oder den Gesellschaftswissenschaften – überall gab es die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit Dozenten und Studenten sowie Informationsveranstaltungen. Im Vorfeld hatten sich 3700 Schüler angemeldet.

Als älteste Uni der Schweiz bietet Basel an sieben Fakultäten ein vielfältiges Studienprogramm. Von Philosophie, Medizin oder Jura bis hin zu Geschlechterforschung oder Nanowissenschaften reicht das Angebot. Beim Infotag Bachelor gab es die Möglichkeit, sich an fast 50 Ständen zu informieren und Fragen zu stellen. Zudem wurden unter anderem in Vorlesungen, Präsentation und Führungen Voraussetzungen und Besonderheiten der einzelnen Studiengänge präsentiert.

Dabei ist die Uni Basel nicht nur bei Schweizern, sondern auch vielen Deutschen beliebt. Knapp 300 der etwa 1800 Studienanfänger jedes Herbstsemester stammen aus Deutschland, erklärte Bea Gasser, Leiterin Marketing & Event der Uni. Ein Großteil davon stamme aus der Region, ergänzte Kathrin Freund vom Studiensekretariat. Für viele sei Basel als mittelgroße Stadt attraktiv, sagt Gasser. Einerseits biete die Stadt alles, was man braucht, zugleich sei alles schnell mit dem Fahrrad zu erreichen. Auch die Möglichkeit, frei unterschiedlichste Fächer, wie etwa Mathematik und Philosophie zu kombinieren zu können sei für viele interessant. Hinzu kommt, dass es im Gegensatz zu einigen deutschen Universitäten keine Studienplatzbeschränkung gibt, so Freund. Wer die Voraussetzungen für einen Studiengang erfülle, kann, außer in Medizin und Sport, auch mit dem Studium beginnen.

Zugleich ist die Uni Basel im Programm "Eucor – The European Campus" eng mit den Universitäten Haute-Alsace, Freiburg, Straßburg und dem Karlsruher Institut für Technologie verbunden. Der Studentenausweis einer dieser Unis erlaubt so auch den Besuch von Lehrveranstaltungen der vier Partneruniversitäten oder die Nutzung der Bibliothek. "Natürlich muss die Anrechnung von Kursen im Rahmen der Studienordnung im Vorhinein mit der Fakultät abgesprochen sein", erklärt Andrea Delpho vom Student Exchange Büro der Universität Basel.

"Ich will mir das alles einfach mal anschauen", sagte Ella Schäfer (17) aus Lörrach. Die gesamte Klassenstufe elf des Hans-Thoma-Gymnasiums sei für die Teilnahme am Informationstag freigestellt worden. Das große Angebot sei leicht verwirrend. Was genau sie selbst einmal studieren will, weiß sie noch nicht. Direkt in Basel aber wahrscheinlich nicht. "Es ist ziemlich teuer, in Basel zu leben", sagte sie. Gut vorstellen, in Basel zu studieren kann sich hingegen Yannick Müller (18) aus Maulburg. "Am Anfang würde ich pendeln und später, wenn ich ein paar Leute kenne, eventuell auch in Basel ein Zimmer suchen", sagte er. Gerne würde er etwas in Richtung, Biologie und Chemie studieren, eventuell auch Pharmazie. Interessant an Basel sei dabei unter anderem, dass es dort in diesem Bereich viele Berufsmöglichkeiten gebe. Vielleicht gehört er so bald auch zu den derzeit gut 12 800 Studierenden an der Uni Basel.