Bundesliga

Vor dem Spiel gegen Dortmund herrscht beim SC Freiburg beste Laune

René Kübler

Von René Kübler

Fr, 12. August 2022 um 09:37 Uhr

SC Freiburg

Der Saisonauftakt des SC Freiburg ist gelungen – und Christian Streich freut sich über einen Pokal und die Leistungen der Neuzugänge um Ginter. Jetzt geht’s im ersten Heimspiel gegen Dortmund.

Christian Streich war sehr gut gelaunt. Am Tag vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund zeigte sich der Coach des SC Freiburg sogar zum Scherzen aufgelegt. Gründe dafür gab es genug. Da war zum einen der gelungene Saisonauftakt mit den Siegen im Pokal (2:1 nach Verlängerung) beim 1. FC Kaiserslautern und in der Liga (4:0 in Augsburg). Da ist die Freude über bereits bestens integrierte Neuzugänge. Und nicht zuletzt bekam Streich auch noch einen goldenen Pokal überreicht.

Gerade hatte der Freiburger Fußballlehrer die Wahl zu Deutschlands Trainer des Jahres gewonnen. Nun bekam er im Europa-Park-Stadion die entsprechende Trophäe überreicht. Und wohin mit dem guten Stück? "Ich habe schon ein Podest gebaut mit einem Bild oben drüber von mir. Hinterm Fernseher", entgegnete Streich auf die Frage, ob er denn bereits einen Platz für Pokal denn ausgesucht habe. Natürlich sei das ein Scherz gewesen, fügte der 57-Jährige an. Ein guter wohlgemerkt, über den er selbst herzlich lachen konnte.

Video: Herr Streich, wo stellen Sie Ihren Trainer-des-Jahres-Pokal hin?


Die Auszeichnung, führte Streich dann etwas ernster aus, wisse er sehr zu schätzen. Und einen geeigneten Platz in seiner Wohnung werde er für den Pokal auch finden. Einen unauffälligen natürlich. Streich hatte sich bei der vom Fachmagazin Kicker organisierten Journalistenwahl vor dem Frankfurter Oliver Glasner und dem Kölner Steffen Baumgart durchgesetzt.

Womit wir bei Anthony Modeste wären. Der hat die Kölner und den nicht sonderlich begeisterten Baumgart nämlich gerade verlassen – und ist zu Borussia Dortmund gewechselt. An diesem Freitagabend wird der Angreifer also in Freiburg aufkreuzen. Was Streich nicht sonderlich aus der Ruhe bringt, wenngleich er Respekt vor den Abschlussqualitäten Modestes hat. "Wir wissen, was er in der Box bewegen kann", sagte der SC-Coach. "Er ist ein Mittelstürmer, der das Tor sucht und eine enorme Wucht hat. Er wird Tore machen für Dortmund. Das ist klar. Aber vielleicht nicht gerade gegen uns." Philipp Lienhart und Matthias Ginter und auch die anderen Abwehrspieler würden Modeste kennen und wissen, was gegen diesen zu tun sei.

Für Ginter ist die Partie eine besondere. Einerseits hat er jahrelang in Dortmund gespielt. Andererseits ist er nach seiner Rückkehr zum Sportclub quasi der direkte Nachfolger von Nico Schlotterbeck, der nun mit den Borussen nach Freiburg kommt. "Er macht einen hervorragenden Eindruck im Training", berichtete Streich über Ginter. Dessen Comeback beim SC sei "außergewöhnlich und wahrscheinlich auch besser verlaufen, als ich es mir hätte vorstellen können". Gegen den BVB warte auf Ginter und Co. aber eine andere, eine größere Herausforderung als zuletzt in Augsburg. "Das Tempo von Dortmund ist natürlich enorm hoch", betonte Streich.
SC kompakt: Trotz des deutlichen Auswärtssieges in Augsburg will Christian Streich ein, zwei personelle Veränderungen in der Startformation nicht ausschließen. Wahrscheinlich sind diese aber nicht. Weiter fehlen werden gegen Dortmund Kevin Schade (Aufbautraining nach Bauchmuskel-Operation), Lucas Höler (Aufbautraining nach Mittelfußbruch) und Lukas Kübler (muskuläre Probleme).