BZ-Alltagswissen

Warum haben Euromünzen Rillen an der Seite?

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mo, 23. März 2020 um 11:43 Uhr

Bildung & Wissen

Die 10-Cent-Münze hat 40, das 1-Euro-Stück drei mal 29: Warum aber gibt es die Riffel am Rand der Geldstücke? Eine Antwort ist, damit sie Blinde besser unterscheiden können – aber nicht nur das.

Jede 10-Cent-Münze hat 40 Riffel am Rand, jede 50-Cent-Münze 50 Riffel, auf dem Rand eines jeden 1-Euro-Stückes lassen sich dreimal 29 Riffel zählen – es handelt sich dabei um eine gebrochene Riffelung – und jede 20-Cent-Münze hat exakt sieben Kerben im Rand, die sogenannte Spanische Blume.

Dass die Ränder der Euromünzen so unterschiedlich gestaltet sind, hat mehrere Gründe. Die Muster und Prägungen an sich sollen kriminelle Geister davon abhalten, die Münzen an den Rändern abzufeilen oder zu beschneiden, um so an wertvolles Edelmetall zu gelangen. Das wurde vor Einführung der Prägungen tatsächlich gern getan. Außerdem erhöht die Rändelung – so der Fachbegriff – die Stabilität der Münzen und die Stapelbarkeit. Die Unterschiede in den Mustern erleichtert es, die Münzen für Automaten zu nutzen. Und sie helfen sehbehinderten Menschen, die einzelnen Münzen voneinander zu unterscheiden. Die ersten Geldstücke mit Rändelung, die wissenschaftlich belegt sind, wurden im 17. Jahrhundert im niedersächsischen Clausthal geprägt.

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