Alltagswissen

Was hilft gegen Tränen beim Zwiebelschneiden?

Katharina Meyer

Von Katharina Meyer

Fr, 17. Juli 2020 um 00:29 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Die Zwiebel lässt es nicht friedfertig über sich ergehen, dass man ihr zu Leibe rückt. Um hungrige Mäuse und Menschen abzuwehren, hat sie sich einen Abwehrmechanismus ausgedacht.

Sie hält in ihren Zellen – schön getrennt – das schwefelhaltige Isoalliin parat und das Enzym Alliinase. "Beim Schneiden der Zwiebel vermischen sie sich und eine brennende Substanz entsteht", sagt Christian Zörb, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Kulturpflanzenwissenschaften an der Uni Hohenheim. "Es ist eine flüchtige Substanz, die über mikrofeine Tröpfchen ins Auge gelangt."
Naturalie: Zwiebel

Warum ein Schluck Wasser im Mund dagegen helfen sollte, wie oft kolportiert wird, kann sich der Experte nicht erklären. Er empfiehlt ein besonders scharfes Messer, damit auf die Zwiebel beim Schneiden möglichst wenig Druck ausgeübt wird und die Zellen nicht vermatscht werden.

Auch Abstand und eine Brille könnten das Tränen etwas mindern, meint Zölb. Andere Experten empfehlen das Anfeuchten von Schneidebrettchen und Messer, das soll die brennende Substanz binden.

Kontaktlinsenträger sind fein raus: Die Linse schützt das Auge – und die Tränen bleiben aus. Ähnlicher Effekt, aber weniger schick: eine Taucherbrille aufsetzen.

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