Gesundheit

Weniger Schmerz dank Trance: Akzeptanz von Hypnotherapie wächst

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mi, 30. Mai 2018 um 18:47 Uhr

Gesundheit & Ernährung

BZ-Plus Hypnose ist ein ernst zu nehmendes therapeutisches Verfahren. Langsam erkennt das auch die Gesellschaft – und setzt darauf, ob beim Zahnarzt oder zur Begleitung einer Krebsbehandlung.

"Ihre Augenlider werden schwer. Ihr Atem wird ruhig. Ihre Beine, Ihre Arme werden schwer. Sie werden müde. Gaaaaanz müde." Ruckzuck klappen dem kräftigen Mittfünfziger die Augen zu, er sackt schlaff auf seinem Stuhl zusammen und reagiert auch nicht, als der Hypnotiseur mit ihm allerlei ulkige Verrenkungen anstellt, die die 200 Leute im Publikum höchst amüsant finden. Auf demütigende Art werden Menschen bei solchen Hypnoseshows vorgeführt, scheinbar willenlos sind sie bereit und in der Lage, absurdeste Tricks vorzuführen.

"Man merkt, wie sehr die Show-Hypnose das Bild von Hypnose geprägt hat." Christian Lüdke Solche Veranstaltungen sind der Grund, weshalb ein ernst zu nehmendes und hochwirksames therapeutisches Verfahren noch immer um seinen Ruf kämpfen muss. Doch langsam ändert sich etwas. Dank der Arbeit vieler Ärzte, die positive Erfahrungen mit Hypnose im klinischen Alltag gemacht haben, und der Veröffentlichung zahlreicher positiver Studienergebnisse in den vergangenen zehn, fünfzehn Jahren, wächst die Akzeptanz der Hypnotherapie stetig.



Patienten, die zum ersten Mal kommen, sitzen häufig sehr angespannt vor Christian Lüdke. Was wird er gleich mit ihnen anstellen? "Da merkt man, wie sehr die Show-Hypnose das Bild von Hypnose geprägt hat", sagt der Psychotherapeut von der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie, der sich gerade in dem Kinderbuch "Wer hat Stella und Tom die Angst gemopst" mit klinischer Hypnose beschäftigt hat. "Ich muss dann erst einmal aufklären und Vertrauen aufbauen." Das Gefühl einer inneren Sympathie zwischen Therapeut und ...

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