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Zehn Verletzte bei heftigen Turbulenzen auf Flug von Pristina nach Basel

Jannik Jürgens und Inanna Tribukait

Von Jannik Jürgens & Inanna Tribukait

Mo, 17. Juni 2019 um 10:28 Uhr

Basel

Brühend heißes Wasser flog durch die Kabine, Sitze sollen aus der Verankerung gerissen worden sein: Auf einem Flug von Pristina nach Basel ist es zu heftigen Turbulenzen gekommen.

Am Sonntagabend ist es auf einem Flug von Pristina nach Basel zu heftigen Turbulenzen gekommen, wie eine Passagierin berichtet. "Ich habe gedacht, wir müssten alle sterben", sagte Mirjeta Basha der Badischen Zeitung. Laut Pressesprecherin Vivienne Gaskell ereigneten sich die Turbulenzen etwa eine halbe Stunde vor Ankunft des Flugzeugs in Basel.



Das Flugzeug sei etwa zehn Minuten lang stark nach oben und unten geschüttelt worden. Heißes Wasser, Kaffee und andere Getränke seien durch den Innenraum des Flugzeugs geflogen. Dabei seien etwa zehn Personen verletzt worden. "Mein Mann hat sich den Hals verbrüht", sagt Basha. Eine andere Passagierin sei mit dem Kopf an die Decke gestoßen und habe eine Platzwunde davongetragen. Es sollen auch Sitze aus der Verankerung gerissen worden sein. "Das war in der hinteren Reihe", sagt Basha.

Zehn Verletzte in ein Basler Krankenhaus

Bei dem betroffenen Flugzeug handelte es sich um eine Boeing 737-300 der bulgarischen Charterfluggesellschaft ALK-Airlines. "Während die Anschnallzeichen angeschaltet waren, trat aufgrund von erwarteten Turbulenzen und einem starken Abwärtsimpuls ein leichter Höhenverlust auf", teilte eine Sprecherin der Airline auf Englisch am Montagnachmittag mit. Nach Rücksprache mit der Luftverkehrskontrolle habe das Flugzeug seinen Weg auf veränderter Flughöhe fortgesetzt. Die Maschine habe normal landen können.

Flughafen-Sprecherin Gaskell sagt, der Pilot selbst habe noch aus der Luft beim Bodenpersonal um einen Rettungseinsatz gebeten. Die Flughafenfeuerwehr, sowie Ärzte der REGA und des Sanitätsdiensts Basel seien aufs Rollfeld gekommen. Zehn Personen wurden Gaskell zufolge mit leichten Verletzungen in die Basler Spitäler gebracht. Dem widerspricht die Airline: Lediglich zwei Passagiere hätten sich in die Obhut der Sanitäter begeben.