Naturalien

Zuckerrohr ist voll von süßem Saft

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

So, 17. Oktober 2021 um 16:41 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Aus Zuckerrohr werden drei Viertel der weltweit verbrauchten Zuckermenge hergestellt. Ursprünglich kommt das Süßgras aus Ostasien – auf dem nächsten Kaffeekränzchen könnten es zum Hit werden.

Am Anfang war das Zuckerrohr. Zumindest, wenn man die Weltgeschichte aus der Perspektive eines Süßwarenherstellers betrachtet. Denn die Halme des locker bis zu sechs Meter hoch wachsenden Süßgrases sind voll mit herrlich süßem Saft. In Ostasien, der Heimat des Zuckerrohrs, weiß man seit mindestens dem fünften Jahrhundert vor Christus davon, andere Regionen der Welt kamen nach und nach dank eifriger Kreuzfahrer und Händler in den Genuss.

Heute werden aus Zuckerrohr rund drei Viertel der weltweit verbrauchten Zuckermenge hergestellt. Dafür werden die faserigen Stängel ausgepresst, der Saft wird kristallisiert und raffiniert, das Ergebnis ist Rohrzucker. Und der, machen wir uns nichts vor, enthält Mineralien und Nährstoffe in Mengen, die eigentlich nicht mal der Erwähnung wert sind.

Netter Gimmick für ein ödes Kaffeekränzchen

Nein, auch keine Vitamine. Am größten ist dieser Hauch von Nährstoffen noch in Vollrohrzucker, der nicht raffiniert wird. Der ist braun und schmeckt intensiver als weißer Zucker. 100 Gramm Zucker schlagen mit etwa 400 Kalorien zu Buche. Ein netter Gimmick für ein ödes Kaffeekränzchen: Kaufen Sie frisches Zuckerrohr im gut sortierten Supermarkt oder dem Asialaden. Achten Sie auf feuchtes, cremefarbenes Fruchtfleisch und dünne, schwere Stängel, die sind saftiger. Entfernen Sie die Schale. Dann darf jeder fröhlich auf seinem Stück herumkauen und den Saft auslutschen, den faserigen Rest ausspucken.