Zwei neue Schwerpunkte in der Forschung

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 17. Dezember 2019

Basel

Uni Basel erhält Zuschlag.

BASEL (BZ). Die Universität Basel erhält den Zuschlag für zwei neue Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) im Bereich der Antibiotikaforschung und der Quantentechnologie. Der Schweizer Bund unterstützt die beiden Programme mit insgesamt rund 34 Millionen Franken in der ersten Förderphase bis 2024. Die Zahl der NFS mit der Universität Basel als "Leading House" steige somit auf drei, teilte die Uni mit.

Am Montagmorgen stellte der Schweizer Bundesrat Guy Parmelin die sechs neuen Nationalen Forschungsschwerpunkte vor, darunter zwei unter der Federführung der Universität Basel: den NFS "AntiResist" unter Leitung von Professor Christoph Dehio vom Biozentrum sowie den NFS "SPIN", der von Professor Richard J. Warburton vom Departement Physik in Zusammenarbeit mit IBM Research Zürich verantwortet wird.

AntiResist wird ein interdisziplinäres Zentrum für Antibiotikaforschung aufbauen mit Forschern der Departemente Biozentrum und Biomedizin sowie dem Universitätsspital Basel und dem Departement für Biosysteme der ETH Zürich in Basel. Ziel ist die Suche nach neuen Antibiotika und die Entwicklung alternativer Strategien zur Bekämpfung antibiotikaresistenter Keime. Dabei soll die Grundlagenforschung direkt mit der klinischen Forschung verbunden werden.

SPIN zielt darauf ab, eine außergewöhnlich gut skalierbare Technologie zu entwickeln, die den Bau eines universell verwendbaren Quantencomputers ermöglichen soll. Warburton und sein Team setzen dabei auf den Halbleiter Silizium, der sich seit Jahrzehnten in der Industrie bewährt hat. Sie sind überzeugt, dass die Siliziumtechnologie äußerst vielversprechend ist, um die On-Chip-Integration von Milliarden Bauelementen zu ermöglichen. Dies würde zu besonders leistungsstarken Quantencomputern führen.

Ein NFS wird bis zu zwölf Jahre gefördert, beide Großprojekte an der Uni Basel sind auf diesen Zeitraum angelegt. "Wir sind sehr glücklich, dass der Bund unsere beiden Anträge bewilligt hat", wird Rektorin Andrea Schenker-Wicki zitiert. Das sei eine große Bestätigung bisheriger wissenschaftlicher Leistungen und ein Zeichen für die Zukunft. Die beiden Projekte folgen nämlich dem Ansatz, Grundlagenforschung und Anwendung stärker zu verknüpfen und die Uni Basel als Ort für Spitzenforschung und attraktiven Partner für die Industrie zu positionieren.