Kreiskliniken Lörrach

Armin Müller hat genug vom Herumdoktern an der Krankenhausfinanzierung

Michael Baas

Von Michael Baas

Fr, 07. Januar 2022 um 18:26 Uhr

Kreis Lörrach

BZ-Plus Viele Kliniken arbeiten defizitär – auch die Kreiskliniken Lörrach. Deren Geschäftsführer Armin Müller fordert daher einen Systemwechsel. Er kritisiert nicht nur die Fallpauschalen.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und deren baden-württembergisches Pendant (BWKG) haben im Dezember Alarm geschlagen. Beide skizzieren eine personell und finanziell dramatische Lage der Kliniken und sehen diese am Limit. Armin Müller, Geschäftsführer der Kreiskliniken, hat sich vor dem Hintergrund den Fragen von Michael Baas gestellt. Die stationäre Versorgung im Landkreis sieht Müller zwar ebenso wenig gefährdet wie das Neubauprojekt. Er fordert aber eine grundlegende Reform der Krankenhausfinanzierung.
BZ: Herr Müller, trifft das Szenario der Krankenhausgesellschaften auch auf die Kreiskliniken und das "Eli" zu?
Müller: Im Kern ja. Was das Finanzielle angeht, rechnen wir für 2021, wie im Herbst kommuniziert, mit zehn bis zwölf Millionen Euro Defizit. Diese Prognose hat sich grundlegend nicht geändert.
Armin Müller
(57) ist seit 2010 Geschäftsführer der Kreiskliniken. Er stammt aus der Nähe von Marburg, ist Diplombetriebswirt und lebt in Lörrach. Armin Müller ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.
BZ: Inzwischen liegen aber weitere Hilfszusagen für die Kliniken auf dem Tisch. Ändert das nichts?
Müller: Richtig ist, dass wir von Mitte November bis vorerst Mitte März erneut Ausgleichszahlungen geltend machen können. So wie es aussieht, bekommen wie diese aber nicht so wie in den ersten Wellen. 2020 gab es bezogen auf die Auslastung von 2019 pro freiem Bett einen pauschalen Ausgleich.
"Letztlich werden die Krankenkassen, nicht die Kliniken entlastet." Armin Müller BZ: Und der war üppig, bis zu 760 Euro pro Bett und Tag.
Müller: 760 Euro gab es für Unikliniken. Bei uns lagen die Summen zwischen 460 und 560 Euro pro Bett. Die gab es aber on top. Nun soll der Ausgleich angerechnet werden auf den Ganzjahresausgleich, den ...

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