Freiburgs Stadtdurchfahrt

Betonbrocken löst sich von B31-Brücke und zerschellt auf dem Radweg

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Fr, 13. September 2019 um 19:32 Uhr

Freiburg

Von einer Bahnbrücke über die vielbefahrene B31 in Freiburg sind Betonteile auf den Radweg gekracht. Verletzt wurde offenbar niemand. Die Deutsche Bahn äußerte sich noch nicht zu dem Vorfall.

Die Brocken des etwa 1,20 Meter langen Stücks lagen auf dem Radweg neben der vielbefahrenen B 31 auf Höhe des Hauptbahnhofs. Verletzt wurde offenbar niemand. Polizei und Tiefbauamt waren vor Ort. Unklar bleibt, warum sich der Beton löste. Die Deutsche Bahn äußerte sich am Freitag zu dem Vorfall nicht.

"Ich möchte eigentlich nicht, dass meine Kinder jeden Tag unter so einer maroden Brücke durchfahren." Jörn Koberne
Als Jörn Koberne mit seinen Kindern zur Schule geradelt ist, lagen auf dem Radweg an der B 31 Betonbrocken. Sie waren von der mittleren Bahnbrücke gefallen. Koberne brachte die Kinder zur Schule und sah sich die Sache dann noch einmal genauer an. Ein etwa 1,20 Meter großes Stück war vom Brückenbogen auf der Südseite abgeplatzt und auf den Radweg darunter gekracht. Wie schwer das Stück war, kann Koberne nicht sagen. "Ich hab’ zwei Hände gebraucht, um die Teile zur Seite zu räumen", berichtet der Vater am Freitag von dem Vorfall am Vortag. Er informierte die Polizei und entdeckte noch einen alten Abplatzer. "Ich möchte eigentlich nicht, dass meine Kinder jeden Tag unter so einer maroden Brücke durchfahren."

Eine andere Schadensstelle war schon markiert

Eine ältere Schadensstelle gibt es mitten an der Brückenunterseite, ebenso über der Überholspur der B 31, wo ein Kreidekreuz zeigt, dass die Beschädigung von jemandem registriert wurde.

Eine Streife der Bundespolizei, die für Bahnangelegenheiten zuständig ist, fuhr zur Brücke. Die größten der Betonteile hatten die Größe von einem Schuh – "30 bis 40 Zentimeter", sagt Katharina Keßler von der Bundespolizei-Inspektion Weil am Rhein auf BZ-Anfrage.

Ihre Streifenkollegen informierten die Notfallleitstelle der Bahn in Karlsruhe, damit diese Fachleute zur Begutachtung vorbeischickt. Für den Bahnverkehr bestand kein Risiko und es sah auch nicht so aus, dass anderweitig akuter Handlungsbedarf bestehen würde, sagt die Sprecherin der Bundespolizei.

Als die Polizei eintraf, war das Garten- und Tiefbauamt der Stadt schon da. Eine Bürgerin hatte das GuT angerufen. Die Mitarbeiter räumten die Betonteile weg und informierten ebenfalls die Bahn, da es sich um ihre Brücke handele, sagte Amtsleiter Frank Uekermann. Weitere lose Teile konnten die GuT-Mitarbeiter nicht erkennen, so dass sie keine Sperrung veranlassen mussten: "Auf dem Radweg besteht derzeit keine Gefahr."

Die Pressestelle der Bahn war am Freitag nicht in der Lage, Fragen zu dem Vorfall zu beantworten. Brücken müssen nach gesetzlichen Richtlinien kontrolliert werden; regelmäßig stehen Hauptprüfungen an, zudem gibt es Termine für Nebenprüfungen.

Dem GuT zufolge hatte sich ein Vertreter der Bahn noch am Donnerstagvormittag den Schaden angesehen. Auch er habe keine weitere direkte Gefahr erkennen können. Gleichzeitig habe er zugesichert, die Sanierung zu veranlassen.

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