Umwelt

Den Ostsee-Hering plagen Nachwuchssorgen

Tomma Schröder

Von Tomma Schröder

Fr, 30. März 2018 um 22:35 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Heringe galten einst als "Silber der Meere". Heute sind sie eher als einfache Alltagsspeise bekannt: als Fisch aus der Dose oder als Matjes im Brötchen. Doch der Hering hat nicht nur ein Imageproblem.

Er hat auch mit den Umweltveränderungen zu kämpfen. Der Greifswalder Bodden, der zwischen Rügen und dem Festland liegt, gilt als wichtigstes Laich- und Aufzuchtgebiet des Ostsee-Herings. Hier zeichnet sich seit einigen Jahren ein besorgniserregender Trend ab: Es gibt immer weniger Heringsnachwuchs.
Es ist sieben Uhr morgens. Ein leichter Wind legt den Greifswalder Bodden in kräuselige Wellen. Die Fischer von Lauterbach sind bereits zurück im Hafen und sortieren in der Morgensonne ihren Fang. Kiste um Kiste füllt sich mit silbrig glänzenden Fischen – und doch ist es nur ein schwacher Abglanz früherer Zeiten, als in Mecklenburg-Vorpommern viele Familien ihr Auskommen aus dem Hering ziehen konnten. Fast 200 000 Tonnen Hering wurden Anfang der 90er Jahre in der westlichen Ostsee gefischt. Viel zu viel, um den Bestand dauerhaft auf einer ordentlichen Größe zu halten. Heute wird der gesamte Bestand gerade einmal auf 140 000 Tonnen geschätzt. Angelandet wurden in den vergangenen Jahren nurmehr 30 000 bis 40 000 Tonnen. Viele Fischerfamilien haben ihren Beruf an den Nagel gehängt.
Während die Fischer an diesem Märzmorgen ihren Ertrag in Kisten zählen, macht sich ein paar Meter weiter auf der Clupea eine kleine Crew ebenfalls bereit zur Inventur. Allerdings wollen die Wissenschaftler die Heringe erfassen, die die Fischer im Wasser ...

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