Gastronomie

Die Basler Regierung will das historische Restaurant La Torre erhalten

sda

Von sda

Di, 05. Juli 2022 um 07:36 Uhr

Basel

Der Druck auf die Eigentümer des ehemaligen Restaurants La Torre uf dem Basler Bruderholz steigt. Die Regierung hat Maßnahmen zum Erhalt der Bausubstanz angeordnet.

Die Basler Regierung hat im Streit um das historische Gebäude des ehemaligen Restaurants La Torre auf dem Basler Bruderholz Maßnahmen zum Erhalt der Bausubstanz angeordnet. Lässt der Eigentümer eine letzte Frist verstreichen, wird der Kanton die Maßnahmen in Höhe von rund 50.000 Franken selbst umsetzen.

Äußere Erscheinung verbessern

Die Regierung habe das Bau- und Verkehrsdepartement beauftragt, die Bausubstanz des Gebäudes an der Reservoirstraße 240 zu sichern und dessen ästhetische Erscheinung zu verbessern, teilte sie am Donnerstag mit. Der Eigentümer muss innerhalb von 30 Tagen mitteilen, ob er seiner Pflicht nachkommt. Danach kann der Kanton die Maßnahmen selbst umsetzen. Die Kosten belaufen sich gemäß den Angeboten auf rund 50.000 Franken. Der Eigentümer habe bisher keine Maßnahmen ergriffen und der Zustand des Hauses verschlechtere sich weiter, heißt es in der Mitteilung.

Der Kanton und der Liegenschaftsbesitzer streiten sich seit rund zwei Jahren über die Zukunft des ehemaligen Ausflugsrestaurants beim Wasserturm, das heruntergekommen ist. Der Eigentümer will das Gebäude abreißen und durch neue Wohnungen ersetzen lassen. Das Quartier wehrte sich erfolgreich mit einer Petition dagegen. Im November 2020 stellte die Basler Regierung das Äußere des Gebäudes und den Garten unter Denkmalschutz. Dies unter anderem mit der Begründung, dass das Gebäude "ein Zeugnis der Basler Sozial- und Kulturgeschichte und im Ensemble mit dem Wasserturm und der historischen Grünanlage auf dem Bruderholz städtebaulich wertvoll" sei.

Eigentümer will Wohnungen bauen

Die Liegenschaft war 1925/26 von den Basler Architekten Rudolf Suter und Otto Burckhardt gebaut worden.

Der Eigentümer reichte beim Verwaltungsgericht Widerspruch ein, das Gericht wies die Beschwerde ab. Nun muss das Bundesgericht entscheiden, das das Gesuch des Eigentümers um aufschiebende Wirkung im April abgelehnt hatte. Über die Sache selber hat das Bundesgericht noch nicht entschieden.