Die Chancengleichheit wahren trotz geschlossener Schulen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 30. Januar 2021

Kreis Lörrach

Schulsozialarbeit ist eine wichtige Stütze für Familien und Schüler während des Schul-Lockdowns / Träger im Landkreis verweisen auf digitale Angebote.

(BZ). Die Schulsozialarbeit im Landkreis Lörrach wird von fünf Trägern der freien Jugendhilfe, dem Caritasverband Landkreis Lörrach, dem Diakonischen Werk Lörrach, dem SAK Lörrach, der Dieter-Kaltenbach-Stiftung und dem CVJM Lörrach erbracht. Während des coronabedingten Lockdowns finde die Schulsozialarbeit zur Zeit unter erschwerten Bedingungen statt, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Zugleich sei die Notwendigkeit des Angebots mit Blick auf geschlossene Schulen und wachsende Spannungen in den Familien mehr denn je gegeben. Alle Träger stünden untereinander in engem Austausch, um kontinuierlich neue und passende Angebote zu schaffen und Schülerinnen und Schülern im Landkreis die bestmögliche Begleitung unter den neuen Rahmenbedingungen der Pandemie zu bieten. Ziel sei es, wie zu Zeiten des Präsenzunterrichts, dass die Chancengleichheit gewahrt bleibt und allen Schülerinnen und Schülern erfolgreiches Lernen ermöglicht wird. Für die Schulsozialarbeitenden sei es es aufgrund der Schulschließungen zurzeit nicht leicht mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen. Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen in den Familien sei aber gerade die pädagogische und psychosoziale Begleitung von Kindern und Jugendlichen noch wichtiger geworden.

Die gesamte Familie sei durch den plötzlichen Wegfall des gewohnten schulischen Rahmens herausgefordert. Mit dem Lockdown seien gewohnte Räume, Regeln und Tagesstrukturen weggefallen. Während Schülern und Schülerinnen der Austausch mit Gleichaltrigen fehle, müssten sich Eltern in ihre Rolle als Co-Lehrkräfte einfinden. Zugleich würden sie "mehr denn je zu Zeit- und Aufgabenmanager ihrer Kinder". Dies gelte vor allem bei jüngeren Schülerinnen und Schülern.

Die Schulsozialarbeit sei, so schreiben die Träger, in dieser Situation "ein wichtiger Anker und Knotenpunkt, um Schüler und Familien zu unterstützen, sich mit der neuen Situation zurechtzufinden und individuelle Lösungen für und mit den Familien zu finden". Bereits vor dem Lockdown vorhandene Probleme würden sich verschärfen. Die Träger der Schulsozialarbeit versuchen mit digitalen Angeboten – unter anderem täglichen Beratungen – den Kontakt aufrechtzuhalten. Auch telefonisch sei es jederzeit möglich, die Schulsozialarbeitenden zu erreichen, betonen die Träger. Die Kontaktdaten stehen auf den Websites der Schulen.

Ziel sei es, trotz der Pandemie für Kinder und Jugendliche ansprechbar zu sein und auf sich verschärfende Lebenslagen schnell reagieren zu können. Für noch mehr Fachlichkeit und Ideen wollen die Träger im Februar einen Workshop für die aktuellen Schulsozialarbeitenden organisieren.